Erstellt 13.05.10, 21:28h, aktualisiert 14.05.10, 11:11h
Der Bankchef forderte, Griechenland müsse stabilisiert werden. Wenn das Land fiele, würde das "mit großer Sicherheit auch auf die anderen Länder" übergreifen und könnte zu "einer Art Kernschmelze" führen. Es müsse alles getan werden, um eine Umschuldung für Griechenland zu vermeiden. Europa müsse vielmehr den Druck erhöhen, dass Griechenland saniert werde. Ackermann fügte hinzu: "Und wenn es dann am Schluss dieser ganzen Phase doch nicht ganz reicht, dann kann man ja immer noch über Umschuldungen nachdenken." Er bemängelte, man hätte "etwas früher und etwas mutiger die Dinge anpacken können".
Inflationsgefahr sieht Ackermann im Euroraum auf absehbare Zeit nicht: "In den nächsten zwei bis drei Jahren rechne ich überhaupt nicht damit", sagte er. "Wir haben ein ganz bescheidenes Wachstum, wir haben unausgeschöpfte Kapazitäten, da ist die Inflation sicher nicht unser Thema, sondern das Thema ist Wachstum, Thema ist Beschäftigung".
Ackermann betonte zugleich, der Euro sei immer noch "fundamental stark". Die europäische Währung liege gegenüber dem Dollar derzeit "irgendwo in der Mitte" zwischen Einführungskurs und bisherigem Höchststand. "Wir haben natürlich jetzt diese Verwerfungen gehabt im Eurobereich", sagte der Deutsche-Bank-Chef, "aber grundsätzlich, fundamental, auch wenn man die Verschuldung des europäischen Raumes anschaut, sind wir immer noch wesentlich stärker als zum Beispiel die Vereinigten Staaten oder auch England".
Die Deutschen müssen nach Ansicht von Ackermann keine Angst um Renten, Versicherungen und Löhne haben. "Deutschland ist eigentlich ein Gewinner. Wir werden Spitzenreiter im Wachstum sein. In Deutschland muss man meines Erachtens überhaupt keine Angst haben. Die großen Einsparungen kommen in den Ländern, die die großen Defizite haben", sagte Ackermann und nannte Griechenland, Spanien, Italien und Portugal. (rtr, ddp)
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da fehlt ein Wort
14.05.2010 | 10.26 Uhr | Busch
Wie man kürzlich in einem anderen Artikel hier auf ksta.de lesen konnte, hat Herr Ackermann bei seiner Äußerung ein Wort "vergessen": "die…
Bisschen spät, Herr Ackermann!
14.05.2010 | 09.36 Uhr | dieter_schroeppcke
So so. Die Griechen werden voraussichtlich nicht ihre Schulden zurückzahlen, bzw. nicht zurückzahlen können, das hat mit Wollen wenig zu tun. Diese…
dass staatsschulden
13.05.2010 | 23.33 Uhr | Zaphod81
zurückgezahlt werden, wäre mir ohnehin neu...
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