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WM-Mannschaftsbus 1954

Ausfahrt im Bus der Helden von Bern

Von Marcus Flesch, 24.05.10, 17:51h

Mit dem Bus, der 1954 das Team von Sepp Herberger zur WM in die Schweiz transportiert hatte, gingen Leser des „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf eine Rundfahrt durchs Rheinland. Das Gefährt diente jahrelang als Nistplatz für Hühner.

WM-Mannschaftsbus von 1954
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Auf den Plätzen von Rahn und Co erlebten Leserinnen und Leser des „Kölner Stadt-Anzeiger“ einen interessanten Nachmittag. (Bild: Worring)
WM-Mannschaftsbus von 1954
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Auf den Plätzen von Rahn und Co erlebten Leserinnen und Leser des „Kölner Stadt-Anzeiger“ einen interessanten Nachmittag. (Bild: Worring)
Sülz - Mit einer halben Stunde Verspätung erreichte am frühen Samstagnachmittag der Star des Tages das Geißbockheim. 16 Leserinnen und Leser des „Kölner Stadt-Anzeiger“ warteten bereits voller Vorfreude auf den Bus, der 1954 die spätere Weltmeister-Elf von Trainer Sepp Herberger zum Turnier in die Schweiz gebracht hatte. Diese Klassiker-Ausfahrt hatte die Deutsche Fußball Route NRW (DFR NRW) anlässlich der Eröffnung der Fußball-Pilgerstraße am Pfingstsonntag in Gelsenkirchen ermöglicht.

Einmaliges Flair

Lange Zeit galt das Fahrzeug als verloren, bis es 1998 schließlich zufällig von Kurator Helmut P. Lenz in Schramberg im Schwarzwald wieder entdeckt wurde. Der Bus stand in einer Scheune und war von Hühnern als Nistplatz in Beschlag genommen worden. „Zuerst wusste ich gar nicht, welchen Schatz ich da ausgegraben hatte“, schmunzelte Lenz. Über die Fahrgestell-Nummer recherchierte Lenz dann die Geschichte des Busses. Gut 18 Monate dauerte die Wiederherstellung des historischen Gefährts. Ein lohnender Zeitaufwand, wie Fahrtteilnehmer Andreas Jung bestätigte: „Das Flair in diesem Bus ist einmalig. Man spürt förmlich die Geschichte.“ Nachdem vor Beginn der Rundfahrt Erinnerungsfotos geschossen worden waren, startete der Bus in Richtung Leverkusen. Auf der Fahrt dorthin sollte die Reisegruppe anhand von Porträtfotos die Namen der Helden von Bern erraten. Reinhold Wunder war sich seiner Sache sicher und wurde für sein Fachwissen von Reiseleiter Klaus Nigbur mit einem Pikkolo belohnt. Es folgte eine Führung durch die Bay-Arena, das Stadion des Bundesligisten Bayer Leverkusen.

In Düsseldorf stieg dann Matthias „Matthes“ Mauritz zu. Der 86-jährige ehemalige Spieler von Fortuna Düsseldorf erzählte seinen Kölner Zuhörern aus seiner aktiven Zeit als Fußballer. Nach einem kurzen Rundgang durch das Paul-Janes-Stadion wurde der Heimweg zum Geißbockheim angetreten.



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