Von Gisela Schwarz, 26.05.10, 16:44h
Sichtbar war die Vergänglichkeit und Veränderbarkeit des Werkes schon beim Aufstellen im Schlosspark. Seit neun Jahren veranstaltet dort die Initiative Kultur Raum Rechtsrhein KRR Kunstausstellungen, für die seit fünf Jahren der Kunstpreis Schlosspark verliehen wird. Mehr als 60 Bewerbungen gingen in diesem Jahr für den begehrten Preis ein, unter 20 nominierten Plastiken und Skulpturen prämierte die Jury die „Öko-Skulptur“ mit dem ersten Platz.
Besonderen Wert legten die Juroren Renate Goldmann, Janine Koppelmann und Peter Lodermeyer auf die Einbeziehung von Schlosspark, Historie und Naturraum in den künstlerischen Entwurf. „Der gewässerte Block erscheint massiv und fragil zugleich“, beschrieb die Kunsthistorikerin Romana Breuer bei der Preisverleihung Heuwinkels Werk. „Das Weiß des Zellstoffs verleiht der Installation eine gewisse Monumentalität, der Aspekt der Vergänglichkeit ist jedoch schon in diesem frühen Stadium an den sich lösenden Rändern der Platten sichtbar.“
Damit der kleine Baum in Köln-Stammheim auf seinem Zellstoff-Block nicht verdurstet und kräftig wachsen kann, hat ihn die Freiwillige Feuerwehr Flittard in ihre Obhut genommen. „Sie wollen regelmäßig mit der Jugendfeuerwehr vorbei schauen und den Ballen mit Löschwasser feucht halten“, berichtet Heuwinkel begeistert über den Einsatz der jungen Kölner für sein Kunstwerk.
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