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St. Andreas

Das Tor zum Himmel

Von Claudia Hauser, 27.05.10, 18:18h, aktualisiert 27.05.10, 22:19h

Der Künstler Markus Lüpertz hat bei der Gestaltung der Fenster in St. Andreas eine klassische Idee verfolgt. Er träumt von einem Gesamtkunstwerk und möchte am liebsten alle Fenster der Kirche gestalten.

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Im Marien-Chor von St. Andreas: Der Künstler Markus Lüpertz (l.) mit Helmut Haumann, Vorsitzender des Fördervereins Romanische Kirchen Köln. Das Fenster zeigt das Motiv einer Pietà. (Bild: Worring)
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Im Marien-Chor von St. Andreas: Der Künstler Markus Lüpertz (l.) mit Helmut Haumann, Vorsitzender des Fördervereins Romanische Kirchen Köln. Das Fenster zeigt das Motiv einer Pietà. (Bild: Worring)
Köln - Der Blick durch das Kirchenfenster soll etwas anderes als die Realität zeigen - es soll wie ein „Tor zum Himmel“ sein. Diese klassische Idee hat der Künstler Markus Lüpertz bei der Gestaltung der Fenster in St. Andreas verfolgt. Im Marienchor der Dominikanerkirche stellte er nun sein großes Mittelfenster vor, in dem sich das Motiv einer spätmittelalterlichen Pietà-Skulptur wiederfindet - die Mutter Gottes mit ihrem toten Sohn. Es wird eingerahmt von zwei Fenstern, die die Neun-Punkte-Lehre der gottgefälligen Werke von Albertus Magnus szenisch darstellen.

„Mittlerweile bin ich gierig darauf, alle Fenster zu gestalten“, sagt der Künstler mit dem Spitzbart und dem Gehstock mit einem silbernen Totenkopf als Knauf. Drei Jahre hat er an insgesamt zwölf Fenstern gearbeitet, die letzten beiden werden im Juni eingesetzt. Es gibt jedoch einige weitere neutrale Glasfenster, die im Krieg zerstört wurden. Lüpertz träumt von einem „Gesamtkunstwerk“. Rund eine Million Euro haben die Fenster gekostet, Lüpertz stellte lediglich eigene Kosten in Rechnung. Die Finanzierung übernahm der Förderverein Romanische Kirchen Köln. Das Marienfenster stiftete ein Ehepaar, das anonym bleiben möchte.

Die festliche Einweihung aller Fenster durch Erzbischof Joachim Kardinal Meisner findet am Samstag, 19. Juni, um 11 Uhr in St. Andreas, Komödienstraße 6-8, statt.



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