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Gaukler

Die Feuerfee erfüllt Wünsche

Von Tanja Wessendorf, 31.05.10, 15:17h

Bereits zum dritten Mal luden Kleinkünstler zu einem Fest in den Friedenspark. Nicht nur deutsche Künstler waren dabei, sondern auch Zauberer, Artisten und Comedians aus Argentinien und Australien.

Gaukler Friedenspark Köln
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Ein Besucher des Klienkunst-Festes reicht der Feuerfee einen Schirm hinauf. (Bild: Wessendorf)
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Ein Besucher des Klienkunst-Festes reicht der Feuerfee einen Schirm hinauf. (Bild: Wessendorf)
Innenstadt - Auch eine Feuerfee hat mit dem Regen zu kämpfen. Wie gut, dass ein netter Besucher der groß gewachsenen Märchengestalt einen Schirm heraufreichte, als beim Gauklerfest im Friedenspark in der Südstadt ein paar Regentropfen fielen. Dabei konnte die Fee selbst für Wärme sorgen: Über jedem, der sich vor sie stellte, schwenkte sie ihre mit orangefarbenen Tüchern verzierten Arme und fragte: „Spüren Sie die Wärme?“ Einen kurzen Moment später enthüllte die Frau auf Stelzen ihre eigentliche Begabung: „Ich kann Wünsche erfüllen!“ Wem danach war, der konnte sich mit geschlossenen Augen vor sie stellen, sich von ihren gefühlt warmen Tüchern umwehen lassen und sich ganz fest etwas wünschen.

Die Feuerfee - übrigens keine geringere als Steffanie Wrobel vom Kölner Kleinkunst e.V. - war nicht die einzige Attraktion im Friedenspark. Bereits zum dritten Mal hatten der Verein Kölner Kleinkunst e.V., der Bauspielplatz (Baui) e.V. gemeinsam mit Andreas Hupke, dem Bezirksbürgermeister für die Innenstadt und Schirmherr der Veranstaltung, zu dieser Plattform für Artistik, Theater, Zirkus und Musik eingeladen. Nicht nur deutsche Künstler waren dabei, sondern auch Zauberer, Artisten und Comedians aus Argentinien und Australien. Der selbst ernannte Comedy-Jongleur Goma aus Argentinien brachte zum Beispiel das Publikum vor der Kulisse des riesigen Bauspielplatzes zum Lachen. „Ball-O-Nelli“ knotete den Kindern aus bunten Ballons Hasen am Stiel und andere seltene Tiere. Bei ihm war der Andrang so groß, dass die Kinder Wartemarken ziehen mussten.

Im Mitmach-Zirkus war auch das Publikum gefragt. Unter dem Zeltdach probierten Kinder und Erwachsene aus, wie man einen Teller auf einem Stab kreisen lässt oder mit Keulen jongliert. Musik gab es unter anderem von der Kinderrockband „Pelemele“ aus Nippes und der Straßenmusikband „Aktion Mutante“.

Am Abend zuvor fand das traditionelle Benefizvarieté „Artistical Sound Clash“ mit Feuer- und Lichtshow und Live-Musik statt, das der Finanzierung des Kölner Gauklerfests diente.

„Kleinkunst im Park zu zeigen, das ist mal etwas anderes, als in den Fußgängerzonen oder vor dem Dom herumzustehen. Hier können sich die Besucher auf die Wiesen lümmeln oder sich dem Charme des alten Forts ergeben“, sagte Steffanie Wrobel. Der Kleinkunst-Verein will Straßenkünstlern eine Plattform geben. Außerdem sollen lokale Kinder- und Jugendzirkusse ein Publikum bekommen.



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