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Benefiz-Aktion

Musik und Tanz fürs Nationalteam

Von Norbert Ramme, 07.06.10, 18:16h, aktualisiert 08.06.10, 12:34h

Balinesische und kölsche Klänge gab es bei einem Konzert zugunsten des Mädchenfußballs in der indonesischen Provinz Papua. Die Brüder Rainer und Timo Scheunemann hatten zeitweilig das indonesische Frauenteam trainiert.

Frauenfußball in Indonesien
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Bestseller-Autorin Sabine Kuegler (2. v. l.) und Straßenmusiker Klaus der Geiger teilten sich das Programm in der Musikhochschule mit den Tänzern (v. l.) Wayan Pica, Nyoman Sukahajai und Monica van der Haagen-Wulf. (Bild: Rakoczy)
Frauenfußball in Indonesien
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Bestseller-Autorin Sabine Kuegler (2. v. l.) und Straßenmusiker Klaus der Geiger teilten sich das Programm in der Musikhochschule mit den Tänzern (v. l.) Wayan Pica, Nyoman Sukahajai und Monica van der Haagen-Wulf. (Bild: Rakoczy)
Köln - Mit balinesischen Tempeltänzen und kölscher Straßenmusik wurde in der Musikhochschule für den Mädchenfußball in Papua geworben. Fußball zählt in dieser Provinz im Osten Indonesiens zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Und aus Papua stammten kürzlich auch einige Mitglieder der indonesischen Frauennationalmannschaft, die zeitweilig von dem evangelischen Pfarrer Rainer Scheunemann („Ich hab die B-Lizenz der Uefa“) und dessen Bruder Timo Scheunemann (besitzt den A-Schein des DFB) trainiert und betreut wurde. Trotz einiger Erfolge - die Mädels hatten sich nach einigen Siegen bei Turnieren in der Weltrangliste auf Platz 68 vorgearbeitet - wurde das Projekt Nationalmannschaft vor einigen Monaten wieder eingestellt. „Das hängt auch mit der Korruption im indonesischen Fußballverband zusammen“, sagt Pfarrer Scheuneman. „Wenn kein Geld fließ, lässt man es lieber sein.“

Um die Begeisterung der Frauen und Mädchen auf Papua für den Fußball weiter zu unterstützen, hatte die in Köln beheimatete Deutsch-Indonesische Gesellschaft (DIG) um den Vorsitzenden Karl Mertes , die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert, in der Musikhochschule eine Benefiz-Veranstaltung organisiert. Motto: „Kicken für die Zukunft.“ Während Schriftstellerin Sabine Kuegler einige Passagen aus ihrem Bestseller „Dschungelkind“ vorlas und mit dem Publikum diskutierte , stimmte Scheunemann zur Gitarre Volkslieder aus Papua an und erläuterte die Hintergründe der Fußball-Initiative: „Ziel ist, diesen Mädchen durch Fußball zu Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu verhelfen und gleichzeitig ein Nationalteam aufzubauen.“

Dazu zeigten Nyoman Sukahajai und Wayan Pica Tänze aus Bali, Monica van der Haagen-Wulf präsentierte traditionelle Tänze mit Masken und Klaus der Geiger stimmte einige seine bekannten Protestsongs an. „Das ist hier ein buntes Programm für ein sinnvolles Projekt. Da mache ich gerne mit.“ (NR)

 www.dig-koeln.de



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