Schriftgröße

Tödlicher Unfall

Bergab viel zu viel Gas gegeben

Von Hans-Günter Borowski, 10.06.10, 08:40h, aktualisiert 10.06.10, 09:17h

Die schrecklichen Bilder der beiden völlig demolierten Autowracks, in denen am Dienstagabend auf der L 294 in Höhe von Ordel zwei Menschen starben, sind noch frisch. Jetzt beginnt die Diskussion über die Unfallursache: überhöhte Geschwindigkeit.

Unfall Leichlingen
Bild vergrößern
Der Fahrer des Audi verlor die Gewalt über sein Fahrzeug und geriet auf die Gegenfahrbahn. (Bild: Ralf Krieger)
Unfall Leichlingen
Bild verkleinern
Der Fahrer des Audi verlor die Gewalt über sein Fahrzeug und geriet auf die Gegenfahrbahn. (Bild: Ralf Krieger)
Tödlicher Unfall
Bild verkleinern
Zwei Autofahrer starben bei einem Unfall auf der L294. (Bild: Ralf Krieger)
Tödlicher Unfall
Leichlingen - Die verzweifelten Bemühungen, die beiden eingeklemmten Fahrer aus ihren bis zur Unkenntlichkeit zerquetschten Limousinen zu befreien, konnten am Ende nichts mehr ausrichten: Trotz der von Notärzten noch am Unfallort angestellten Wiederbelebungsversuche erlagen der 22-jährige Leverkusener, der mit seinem Audi bergab auf die Gegenspur geraten war, und der 69-jährige Leichlinger, dessen Mercedes frontal getroffen wurde, ihren schweren Verletzungen.

Zeugen vorhanden

Der als tückische Gefällstrecke bekannte Unfallort und die verheerende Wucht des Zusammenstoßes ließen rasch den Verdacht keimen, dass überhöhte Geschwindigkeit zu dem Unglück geführt haben muss. Davon geht nach dem Stand der Ermittlungen auch die Polizei aus.

Die Spurenlage und der Zustand der sichergestellten Autowracks, sagte Polizei-Sprecher Peter Raubuch auf Anfrage, deuten darauf hin, dass der junge Fahrer des Audi A 4 deutlich zu schnell war.

Es liegen offenbar auch mehrere Zeugenaussagen vor, die bestätigen, dass der 22-Jährige die bergab erlaubten 70 Stundenkilometer weit überschritten haben muss. In der Rechtskurve hinter der Ortschaft Sonne verlor er um 16.50 Uhr die Kontrolle über seinen Wagen und geriet auf die Gegenfahrbahn. Mit voller Wucht rammte er den 69-Jährigen, der mit seinem Mercedes auf der Überholspur der bergauf zweispurigen L 294 fuhr und offenbar keine Chance zum Ausweichen mehr hatte. Für die schwierige Bergungsaktion musste die Freiwillige Feuerwehr Leichlingen, die mit allen vier Löschzügen im Einsatz war, erneut den Rüstwagen aus Burscheid anfordern, der schwere Hydraulikscheren für die Durchtrennung der modernen Stahlkarosserien an Bord hat.

Durch den tragischen Unfall dürfte die Diskussion über den in Leichlingen fehlenden Rüstwagen ebenso neu entfacht werden wie die Debatte über die Gefahr der Gefällstrecke. Seit 2007 sind zwischen Germaniabad und Junkersholz (neben 16 Wildunfällen) bisher elf Verkehrsunfälle mit sieben leicht und zwei schwer Verletzten in die Polizeistatistik eingegangen - nun kommen zwei Todesopfer hinzu.



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Anzeige




Bildergalerien


Extra


Aktion


Das Musik-Event 2011



Die Bahnhofsreporterin


WAS.WANN.WO.


Aktuelle Verkehrsinfos


Neue ksta.tv-Videos aus der Region


RHEINLAND WETTER


Aktion


Twitter


Top-Links (Anzeige)


Stadtmenschen Community


Extra


Dienste