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Frauen-Fußball-WM

Die Euphorie nutzen

Von Ana Ostric, 11.06.10, 17:54h

In Südafrika läuft die Fußball-Weltmeisterschaft. Wenn in vier Wochen alles vorbei ist, dauert es jedoch nur ein Jahr bis zur nächten WM, dann nämlich, spielen die Frauen in Deutschland um den Pokal.

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Leverkusen - Es scheint, als gebe es in diesen Tagen nur ein Thema: Fußball. Während in Südafrika der Ball rollt, wird in Leverkusen Werbung für die Frauen-Fußball-WM 2011 gemacht. Als Ausrichter von drei Vorrunden- und einem Viertelfinalspiel will die Stadt die Euphorie für ihre Suche nach Sponsoren nutzen.

Beitrag leisten

Leverkusener Firmen und spendierfreudige Bürger sind aufgerufen, einen Beitrag zum Gelingen des Spektakels im Sommer 2011 zu leisten. „Club der 100“ heißt die Aktion, die Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, WM-Büro-Leiter Hans Becker und der städtische Sponsoringbeauftragte Arthur Horvath am Freitag vorstellten. Für einen Betrag von 500 Euro können Personen und Unternehmen dem Club beitreten. 100 Mitglieder sollen es werden, erklärte Arthur Horvath: „Mit dem Geld können wir noch ein bisschen mehr machen.“ Konkreter wurde er indes nicht. Die Club-Mitglieder werden zum WM-Countdown in der Bay-Arena (23. September) und zur Gala in der Smidt-Arena (25. Juni 2011) eingeladen, erhalten ein Trikot sowie zwei Karten für ein Spiel in Leverkusen. Im Gegenzug soll der Geist der WM weiter getragen werden.

Für 2010 und 2011 rechnet die WM-Stadt Leverkusen mit Investitionen in Höhe von 523 000 Euro, um das Großereignis zu bewerben und Aktionen wie Fußballturniere auszurichten. Den Ausgaben stehen Erträge in gleicher Höhe entgegen. „Damit bewegen wir uns am unteren Limit“, betonte Hans Becker. Zum Vergleich: In Frankfurt am Main stünden zehn Millionen Euro zur Verfügung. Immerhin habe das Land NRW finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. Die Möglichkeiten, Geld mit Werbung lokaler Unternehmen zu generieren, sind begrenzt. Leverkusen ist verpflichtet, Werbe- und Dekorationsflächen den Partnern des DFB und der FIFA zu überlassen. Nicht so im öffentlichen Nahverkehr: Ab Herbst machen ein Wupsi-Bus und die Kölner Straßenbahnlinie 4 auf die Weltmeisterschaft in Leverkusen aufmerksam.

Imagegewinn

„Was wir ausgeben, bekommen wir doppelt und dreifach zurück“, betonte Oberbürgermeister Buchhorn, „nicht als Geld, das in die Stadtkasse fließt, sondern als Imagegewinn.“ Bei der Aktion „Club der 100“ gehe es deshalb nicht nur um finanzielle, sondern auch um ideelle Unterstützung. „Die Bürgerinnen und Bürger sollen auf die WM in ihrer Stadt eingestimmt, die Begeisterung soll weiter getragen werden“, so Buchhorn.



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