Von Peter Pauls, 17.06.10, 22:57h
Rot-Grün werde stabile Regierungsverhältnisse schaffen, sagt Kraft und weiß selbst am besten, dass das Gegenteil der Fall sein wird. Von Beginn an steht die neue Regierung unter dem Vorwurf des Wortbruchs. Hannelore Kraft wird nicht erst - wie es die Fata Morgana der eigenen Strategen vorsieht - im vierten Wahlgang mit einfacher sondern bereits im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit zur Ministerpräsidentin gewählt werden. Mit Vergnügen wird die Linkspartei für sie stimmen. Die weitere Regierungsarbeit wird zur Zitterpartie, in den zentralen politischen Fragen wie dem Etat reichen die Stimmen von Rot-Grün ohnehin nicht. Die neue Regierung ist daher ein notdürftig verhülltes Miteinander mit der Linkspartei. Sie wird nichts besser, aber vieles schlechter machen. NRW geht instabilen Verhältnissen entgegen und muss letztlich den Preis für eine rot-grüne Blockade-Politik im Bundesrat zahlen. Denn nur dort ändern sich stabil die Mehrheitsverhältnisse.
Ausweis der SchwächeDie Regierungsbildung mit einem Interview-Zitat von FDP-Chef Pinkwart zu begründen, ist Ausweis ihrer Schwäche. Pinkwart hat lediglich gesagt, was jeder weiß: dass die schwarz-gelbe Koalition am Tag der Landtagswahl zu Ende gegangen ist. Sicher trägt nicht allein die SPD die Schuld am Schlamassel. Die Verweigerungshaltung der FDP hat dazu beigetragen wie auch die Grünen, die nicht über ihren Schatten springen wollten.
In Krisenzeiten sollte die Politik durch ruhiges Handeln auffallen. Auch so vermittelt sich ein Bild von Stabilität. Ein frommer Wunsch. In Wahrheit ist die Politik so nervös wie ihre Bürger. Sie führt nicht, sondern wird in ihrer auf sich selbst bezogenen Gefangenschaft zunehmend hektischer. Ob Kraft dem Druck aus Berlin nachgab, ob es vereinzelte Medien waren („Die Frau, die sich nicht traut“) - eben dieser Schritt, der Stärke signalisieren soll, gereicht ihr zur Schwäche.
Nachhilfe für Herrn Pauls
22.06.2010 | 19.27 Uhr | rainer.opladen_1111
Rüttgers träumte davon, bis zum Ende der Legislaturperiode geschäftsführend im Amt zu bleiben und sich und seine Lakeien mit lukrativen Pöstchen zu…
Kann funktionieren...
20.06.2010 | 15.10 Uhr | Ex-Kölner
@Enrico: "Da hat Peter Pauls nun mal die Katze aus dem Sack gelassen und im Originalton Rüttgers ins Horn geblasen."
Keine besonders appetitliche…
@Enrico
19.06.2010 | 12.59 Uhr | fritz-windeck
danke für Kommentar und Nachricht - Problem ist nicht neu, auch mir schon passiert, doch dann bei gesamten Kommentaren. Bei anderen Journalen mir…
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige

Frankfurter Rundschau
Whitney Houston ist tot - We will always love youRegierungschef Papademos - "Griechenland steht am Ground Zero"

EXPRESS
Chaos in Berlin - Skibbe gefeuert - Chaoten stürmen TrainingsgeländeTod im Hotelzimmer - Starb Whitney Houston (48) in der Badewanne?

Spiegel Online
1. FC Köln: Podolski kritisiert Club-Führung heftigIndustriespionage: Alles, nur keine Polizei!