Von Günther M. Wiedemann, 20.06.10, 19:03h, aktualisiert 20.06.10, 19:52h
Mit dem Namen Rüttgers verbindet sich nicht mehr der glanzvolle Wahlsieg von 2005, der ist Vergangenheit. Der Landesvorsitzende steht vielmehr für die bittere Niederlage der CDU vom Mai 2010, auch wenn sie nicht allein ihm, sondern zu einem erheblichen Teil der schwarz-gelben Koalition in Berlin anzulasten ist. Diese Niederlage hätte Rüttgers innerparteilich nur in einer großen Koalition überleben können. An diese trügerische Hoffnung haben sich die CDU und ihr Vorsitzender geklammert wie ein Ertrinkender an den Strohhalm. Ein solches Regierungsbündnis wird es in Düsseldorf allenfalls nach Neuwahlen geben. Auch deshalb macht es keinen Sinn, an der Parteispitze alles beim Alten zu belassen und sei es nur bis zum nächsten Frühjahr. Die CDU kann nicht noch einmal mit einem Spitzenkandidaten Rüttgers in eine Wahl gehen, egal zu welchem Zeitpunkt.
Mit einem Rückzug auf Raten tut sich der Landesvorsitzende keinen Gefallen. Denn damit belastet er seinen politischen Ruf, rücken seine Verdienste in den Hintergrund. Er wäre besser seinem politischen Instinkt gefolgt. Der hat ihm am Wahlabend gesagt: Schluss sofort. Seiner Partei hilft Rüttgers mit seinem Verhalten auch nicht. Die lechzt nach Neuanfang. Dazu gehören neue Köpfe. Je eher dies geschieht, umso besser für die CDU.
Auch inhaltlich muss sich die Union weiterentwickeln. In den fünf Jahren ihrer Regierungsarbeit ist dies zu kurz gekommen. Gerade in der Schulpolitik ist der Spagat nicht geglückt, einerseits im Alltag gute Politik zu gestalten und andererseits Zukunftskonzepte zu entwickeln. Kommunalpolitiker der CDU sind hier weiter als die Landespartei.
Die hat im letzten Jahrzehnt dank ihres Vorsitzenden eine zuvor nie gekannte Geschlossenheit erreicht. Es würde der NRW-CDU nicht gut bekommen, wenn dieses Markenzeichen aufs Spiel gesetzt würde durch eine Hängepartie bei der unvermeidlichen Neuaufstellung.
ne kleine Pflejefall
23.06.2010 | 01.37 Uhr | Enrico
Ein Liedchen für Jürgen Rüttgers vom Willi Ostermann:
Jo wat hät hä dann
un wat well hä dann,
dä Klein, dä muss ne Nüggel han.
Dröm jev im, wat…
Einfach nur erbärmlich !
21.06.2010 | 19.08 Uhr | Bertha
Am Wahlabend macht er sich vom Acker ohne ein Statement in den Medien abzugeben. Dann hört man wochenlang nichts mehr von ihm. Und nun will er noch…
Linke nicht erforderlich !
21.06.2010 | 12.26 Uhr | ihome
Herr Rüttgers hat die große Koalition verhindert und wollte die SPD auflaufen lassen. Der Wahlverlierer (ca. - 10%) wollte weiter im Amt bleiben -…
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