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Demografie

Jedes vierte Mädchen wird 100 Jahre alt

Von Günther M. Wiedemann, 21.06.10, 22:36h, aktualisiert 22.06.10, 11:23h

Laut einer Studie der Uni Köln steigt die Lebenserwartung der Deutschen weiter an. Jedes vierte Mädchen, das in diesem Jahr geboren wird, soll mindestens 100 Jahre alt werden. Auch den jetzt geborenen Jungen wird ein langes Leben prophezeit.

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Jedes vierte Mädchen, das in diesem Jahr geboren wird, soll angeblich mindestens 100 Jahre alt werden. (Bild: dpa)
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Jedes vierte Mädchen, das in diesem Jahr geboren wird, soll angeblich mindestens 100 Jahre alt werden. (Bild: dpa)
KÖLN – Von den in diesem Jahr geborenen Mädchen wird jedes vierte mindestens 100 Jahre alt werden und jedes zweite 95 Jahre. Bei den Jungen wird jeder zweite ein Alter von 90 Jahre und jeder vierte kann auf ein Leben bis 95 hoffen. Das geht aus aktuellen Modellrechnungen des Demographen und Wirtschaftswissenschaftlers Eckart Bomsdorf von der Universität zu Köln hervor. Danach haben die 2010 geborenen Mädchen im Schnitt eine Lebenserwartung von 92,7 Jahren (Jungen 87,6 Jahre).

Gründe für die immer weiter steigende Lebenserwartung sind, so Bomsdorf zum „Kölner Stadt-Anzeiger“, der medizinische Fortschritt, veränderte Lebensweisen und der Ausbau von Präventionsmaßnahmen. Aber auch der Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft spiele eine Rolle. Bomsdorfs Untersuchung zeigt, dass auch die bereits heute lebende ältere Generation sehr alt werden kann: Die Zahl der Hundertjährigen wird sich in den nächsten 50 Jahren gegenüber heute verzwangzigfachen, und das bei sinkender Bevölkerungszahl. Eine heute 65-jährige Frau hat noch eine Lebenserwartung von 22,7 Jahren (Männer 18,8 Jahre). Bomsdorf: „Das sind Werte, die Gesellschaft und Politik mehr als nachdenklich stimmen sollten. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die höhere Lebenserwartung zu einer großen Belastung der Sozialsysteme führen wird, deren Höhe heute vielfach noch immer unterschätzt wird. Beitragserhöhungen sind langfristig unvermeidbar“, urteilt der Wissenschaftler. Langfristig hält Bomsdorf auch ein höheres Renteneintrittsalter als 67 für erforderlich. Große Probleme sieht er auch auf die Pflegeversicherung zukommen.



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