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Schulschwimmbäder

Fast 8000 Hürther protestieren

Von Birgit Lehmann, 21.06.10, 18:22h

Die Stadt Hürth will die Lehrschwimmbecken schließen, um Geld zu sparen. Dagegen wehren sich die Eltern der Schulkinder. Sie haben Unterschriften gesammelt - ein Bürgerbegehren dürfte aber an formalen Fehlern scheitern.

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Einen dicken Stapel mit Unterschriften überreichen Lehrer und Kinder gestern Bürgermeister Walther Boecker. BILD: LEHMANN
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Einen dicken Stapel mit Unterschriften überreichen Lehrer und Kinder gestern Bürgermeister Walther Boecker. BILD: LEHMANN
Hürth - Fast 8000 Hürther - mehr als zehn Prozent der Bevölkerung - protestieren gegen die geplante Schließung der beiden Lehrschwimmbecken in Fischenich und Efferen. Elternvertreter überreichten Bürgermeister Walther Boecker am Montag einen dicken Stapel mit Unterschriften.

Die Stadtverwaltung plant, die beiden Lehrschwimmbecken, in denen jetzt noch Schulschwimmen stattfindet, ab Februar 2011 zu schließen. 150 000 Euro jährlich sollen dadurch gespart werden. Angesichts des 17-Millionen-Euro-Loches im Stadtsäckel gebe es keine andere Wahl, so Bürgermeister Boecker. Das Schulschwimmen sei dennoch gesichert, es werde dann im Familienbad „De Bütt“ stattfinden - das wäre dann das einzige Bad, das Hürth bliebe.

Auch wenn die Hürther Kinder dann immer noch deutlich mehr Schulstunden Schwimmen bekommen würden als gesetzlich vorgeschrieben, behagen die Pläne den Eltern nicht. Das Schwimmen in den kleinen Lehrschwimmbecken sei nicht vergleichbar mit dem Schulschwimmen in einem so großen Bad. Die Bütt sei unübersichtlich, die Kinder müssten sich die Becken mit den normalen Besuchern teilen. Für Lehrer sei es da schwierig, die Übersicht zu behalten, argumentierten die Eltern. Sie hatten seit Anfang Juni in den Schulklassen aller Grundschulen Unterschriftenlisten verteilt, exakt 7789 Unterschriften sind zusammengekommen.

Formale Fehler

Die Anzahl der Unterschriften reiche schon für ein Bürgerbegehren, so Elternvertreterin Gabi Browne. Doch die Stadtverwaltung machte deutlich, dass die Eltern formale Fehler gemacht hätten, so dass das Bürgergehren scheitern werde - sollten sich die Eltern nicht entschließen, einen zweiten Anlauf zu unternehmen und erneut Unterschriften zu sammeln. Unter anderem fehle ein Deckungsvorschlag, wie die Lehrschwimmbecken künftig finanziert werden sollen.

Die Eltern führten ins Feld, dass vom Schwimmunterricht in der Bütt kaum etwas übrig bleibe, wenn die Kinder erst mit dem Bus dorthin gebracht würden. Außerdem sei in der Fischenicher Schwimmhalle kürzlich noch das Dach erneuert worden.



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