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Kommentar zu Sparplänen

Konzepte für die Schublade

Von Helmut Frangenberg, 22.06.10, 16:54h

Die Stadt muss sparen, das ist klar. Doch sie begeht einen schweren Fehler, wenn sie den Rotstift bei Investitionen in Bildung und Betreuung ansetzt. Denn diese sind ein ganz zentraler Standortfaktor der Stadt.

Gisela Gieren
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Die Tagesmutter Gisela Gieren mit ihren Tageskindern auf dem Spielplatz. (Bild: Michal Bause)
Gisela Gieren
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Die Tagesmutter Gisela Gieren mit ihren Tageskindern auf dem Spielplatz. (Bild: Michal Bause)
Es ist nicht so, dass es an richtigen und klugen Konzepten fehlt. Nicht nur über die Zukunft der U-3-Betreuung ist in Köln Wegweisendes zu Papier gebracht worden. Egal ob Ganztagsbetreuung an Schulen, Integration von behinderten Kindern oder Förderung von Mehrsprachigkeit - an unzähligen runden Tischen wird über die Themen Bildung, Betreuung und die Förderung von Kindern und Familien nachgedacht - bevor die Ergebnisse in Schubladen einer finanzschwachen Stadtverwaltung verschwinden.

Dass die Stadt sparen muss, steht außer Frage. Dass sie dabei aber offensichtlich bereit ist, Investitionen in Bildung und Betreuung zu opfern, ist ein schwerer Fehler. Es geht um mehr als die Angebote für einzelne Kinder und Familien, denen ein Betreuungsplatz genauso wie ein Höchstmaß an pädagogischer Qualität zu gönnen ist. Es geht darum, dass die Stadt nicht erkennt, dass eine familienfreundliche Infrastruktur genau wie ein zukunftsorientiertes Bildungsangebot ganz zentrale Standortfaktoren sind.

Ohne die Hilfe von Land und Bund sind freilich keine großen Sprünge zu machen. Die magere Bezuschussung der Tagespflege ist ein Beispiel dafür, wie wenig dem Land - entgegen anders lautender Beteuerungen - die Qualität der Betreuung bislang wert war. Die Stadt wird weiter mehr Engagement und Geld von Bund und Land fordern müssen. Aus der eigenen Verantwortung entlässt sie das aber nicht.



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