Von Helmut Frangenberg, 22.06.10, 16:54h
Dass die Stadt sparen muss, steht außer Frage. Dass sie dabei aber offensichtlich bereit ist, Investitionen in Bildung und Betreuung zu opfern, ist ein schwerer Fehler. Es geht um mehr als die Angebote für einzelne Kinder und Familien, denen ein Betreuungsplatz genauso wie ein Höchstmaß an pädagogischer Qualität zu gönnen ist. Es geht darum, dass die Stadt nicht erkennt, dass eine familienfreundliche Infrastruktur genau wie ein zukunftsorientiertes Bildungsangebot ganz zentrale Standortfaktoren sind.
Ohne die Hilfe von Land und Bund sind freilich keine großen Sprünge zu machen. Die magere Bezuschussung der Tagespflege ist ein Beispiel dafür, wie wenig dem Land - entgegen anders lautender Beteuerungen - die Qualität der Betreuung bislang wert war. Die Stadt wird weiter mehr Engagement und Geld von Bund und Land fordern müssen. Aus der eigenen Verantwortung entlässt sie das aber nicht.
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