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Auszeichnung

KStA-Autor erhält Theodor-Wolff-Preis

Von Peter Berger, 20.05.10, 10:42h, aktualisiert 20.05.10, 23:52h

Der renommierteste deutsche Journalistenpreis für Tageszeitungen geht in diesem Jahr an einen Autoren des „Kölner Stadt-Anzeiger“: Detlef Schmalenberg erhält die Auszeichnung für einen Artikel über den Archiveinsturz.

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Erhält den Theodor-Wolff-Preis: Detlef Schmalenberg vom "Kölner Stadt-Anzeiger". (Bild: Schwarz)
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Erhält den Theodor-Wolff-Preis: Detlef Schmalenberg vom "Kölner Stadt-Anzeiger". (Bild: Schwarz)
BERLIN - Der Journalist Detlef Schmalenberg ist für seine Dokumentation „Das Milliarden-Puzzle – Wer ist schuld am Einsturz des Stadtarchivs?“ mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet worden. Der Beitrag ist in der Silvesterausgabe 2009 des „Kölner Stadt-Anzeiger“ erschienen. Der Preis ist der renommierteste in der deutschen Zeitungslandschaft. Der 48-Jährige erhält die Auszeichnung in der Kategorie „Lokales“. Sie wird am 8. September in Bremen verliehen.

Die Dokumentation sei „eine Meisterklasse im Journalismus“, begründet Jury-Sprecher Wilm Herlyn die Auszeichnung von Detlef Schmalenberg. Sie setze „ein intimes Hineinversetzen in eine oft komplizierte Materie voraus, eine tiefe Recherche und eine penible Faktenorientierung“. Die Jury sei der Auffassung, dass Schmalenberg „das alles auf das Beste gelingt“. Für Herlyn, ehemaliger Chefredakteur der Nachrichtenagentur dpa, deckt Schmalenberg „bis dahin unbekannte Erkenntnisse über den Einsturz des Stadtarchivs auf“. Er verbinde „trefflich die Beschreibung des Unglücks und die mühselige Suche nach den Ursachen mit einer lebendigen und spannenden Sprache, gewürzt mit treffenden Zitaten“. Diese Arbeit sei „meisterlich und vorbildlich“ und verdiene „hohe Anerkennung“.

Wochenlang hatte Schmalenberg über die Hintergründe recherchiert, mit zahlreichen Insidern gesprochen und interne Unterlagen eingesehen. Recherchen, die bis zum heutigen Tag andauern und die im Frühjahr 2010 zu neuen exklusiven Enthüllungen geführt haben. So war Schmalenberg auch daran beteiligt, dass im „Kölner Stadt-Anzeiger“ weitere Skandale im Zusammenhang mit dem Bau des mehr als eine Milliarde Euro teuren U-Bahn-Projekts aufgedeckt wurden. Unter anderem enthüllten die Reporter, dass an mehreren Baustellen wichtige Eisenteile nicht verbaut, sondern gestohlen worden waren, die für die Stabilität der Gruben sorgen sollten.

Schmalenberg zählt zu den erfahrenen Reportern des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Bereits in den 90er Jahren wurde er für eine Reportage aus einem Altenheim mit dem Hansel-Mieth-Preis ausgezeichnet. Während des Kosovo-Krieges berichtete er für diese Zeitung aus Mazedonien und Albanien. Im Januar 2001 wechselte er für vier Jahre in die Deutschland-Redaktion des „Stern“. Seit April 2005 arbeitet er wieder in Köln. Im Mai 2008 erhielt der Journalist für eine Reportage über herzkranke Kinder den Journalistenpreis des Bundesverbands für herzkranke Kinder.



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