Schriftgröße

Baby-Missbildungen

Bayer könnte Prozesslawine drohen

Erstellt 06.06.10, 13:11h, aktualisiert 06.06.10, 13:16h

Rund 1.000 Frauen brachten in den 1970er Jahren missgebildete Babys zur Welt. Das Medikament Duogynon der jetzigen Bayer-Tochter Schering stand damals im Verdacht. Jetzt zieht ein Betroffener vor Gericht; frühere Klagen scheiterten jedoch.

Duogynon
Bild vergrößern
Das Schering-Medikament Duogynon aus den 1970er Jahren. (Bild: MUVS - Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, Wien)
Duogynon
Bild verkleinern
Das Schering-Medikament Duogynon aus den 1970er Jahren. (Bild: MUVS - Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, Wien)
FRANKFURT/MAIN - Dem Pharmakonzern Bayer drohen einem Bericht zufolge möglicherweise Schadenersatzklagen wegen eines Hormonpräparats. Ein Lehrer aus Bayern habe den Konzern verklagt, weil er sich durch das Medikament Duogynon schwer geschädigt sehe, hieß es am Samstag in einem Vorabbericht des "Spiegel".

Es sei ein Pilotverfahren, dem sich weitere potenzielle Opfer anschließen würden. Ein Unternehmenssprecher sagte dazu, der Sachverhalt sei "sowohl wissenschaftlich als auch juristisch in der Vergangenheit bereits komplett aufgearbeitet worden".

Dem "Spiegel" zufolge war das Mittel in den siebziger Jahren Frauen verschrieben worden, um damit zu testen, ob sie schwanger sind. Rund 1.000 Frauen hätten in der Folgezeit Kinder mit Wasserkopf, offenem Bauch, offenem Rücken oder Missbildungen der inneren Organe zur Welt gebracht.

Ein Ermittlungsverfahren gegen den zwischenzeitlich von Bayer übernommenen Hersteller Schering sei 1980 eingestellt worden, auch Zivilprozesse der Eltern seien gescheitert. "Eine Kausalität zwischen den Missbildungen und dem Produkt konnte hierbei nicht festgestellt werden. An diesem Erkenntnisstand hat sich bis heute nichts geändert", sagte der Sprecher. Zu der erwähnten Klage könne keine Stellungnahme abgegeben werden, da diese nicht vorliege, fügte er hinzu. (rtr)



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Orte des Geschehens

große Karte

Anzeige


Newsticker


Umfrage

Wollen Sie Facebook-Aktien kaufen?
Acht Jahre nach der Gründung wagt Facebook den Gang an die Börse. Bei der Emission der Aktien will das Unternehmen rund vier Milliarden Euro erlösen. Haben Sie vor, in das soziale Netzwerk zu investieren?

Hintergrund


Kölner Stadt-Anzeiger auf dem iPad


Brutto / Netto Rechner

Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.) Steuerklasse

Extra


Service


Tipps


Bildergalerien


Neue Videos – Politik/Nachrichten


Börse - Unternehmen der Region

Aktienkurse regionaler Unternehmen

BAYER 54,17 -1,90%
DEUTZ 5,30 -3,39%
DT. POST 12,95 -0,99%
DT. TELEKOM 8,91 -0,11%
INDUS 21,55 -2,93%
IVG IMMO. 1,91 -4,70%
LANXESS 53,95 -2,79%
LUFTHANSA 10,70 -3,60%
QSC 2,50 -1,96%
SOLARWORLD 4,27 -2,58%

Börsenticker

Aktien Tops & Flops

FMC 54,67 +1,02%
MERCK 81,48 +0,72%
INFINEON 7,49 +0,44%
COMMERZBANK 2,01 -7,62%
DT. BANK 33,55 -4,28%
THYSSENKRUPP 21,98 -4,27%

Glossar



Top-Links (Anzeige)


Hintergrund


Extra


Dienste