Von Tobias Kaufmann, 08.06.10, 17:42h, aktualisiert 24.06.10, 08:47h
Dabei ist das schönste Stück deutschsprachiger Musik zur Fußball-WM etwas ganz anderes. Die Kölner A-Capella-Band „Basta“ hat mit „Gimme hope, Joachim“ den WM-Hit der deutschsprachigen Internetgemeinde geschrieben. Mehr als eine halbe Million Mal wurde das Lied bereits auf „Youtube“ angeklickt. Auch wir konnten uns dem hinterhältigen Charme des Stücks nicht entziehen. Seit heute ist „Gimme hope, Joachim!“ deshalb das offizielle WM-Lied von ksta.de, dem Internetauftritt des „Kölner Stadt-Anzeiger“ - mit ausdrücklicher Zustimmung der Band.
Der offizielle ksta.de-WM-Song
Sie können „unser Lied“ hier nicht nur hören, sondern auch sehen. Denn den naiv-freundlichen Gesang und den süß-süffisanten Text hat „Basta“ mit einem Video im Stile der amerikanischen Satire-Serie „Southpark“ kombiniert. Poldi und Schweini halten sich an der Hand, überragt von Mertesacker, und selbst der Papst tritt kugeläugig auf, während es den Gegnern schlecht ergeht. „Die Franzosen ha'm 'nen guten Mann im Tor, aber wir ha'm den größten Bus!“ - Liedzeilen wie diese haben „Basta“ mit einfachen Mitteln riesige Popularität beschert.
Das ist einigermaßen erstaunlich, denn ein a-capella-Song hat es im Radio nicht leicht – und die finanziell und musikal gut ausgestattete Konkurrenz auf dem WM-Lieder-Feld ist groß. Dennoch: „Wir sind im Frühjahr mit der festen Vorgabe in unsere Kreativ-Reise nach Österreich gestartet, ein Lied zur Weltmeisterschaft zu machen“ erzählt Band-Mitglied Thomas Aydintan. Die Reime zur Melodie des Klassikers „Gimme hope, Joanna“ schrieb die Gruppe gemeinsam. Auch die Idee, statt eines üblichen Videos einen Comic zum Lied zu machen, kam den fünf Jungs aus Köln schnell. Die Grafikerin Janina Himmen setzte sie um. Fast dann noch fehlte zum Clou war geschicktes Marketing.
Geheimtipp aus Köln
„Youtube ist inzwischen zu einem guten Messinstrument geworden, was die Leute interessiert“, sagt Aydintan. Also stellte „basta“ das Stück kostenlos in die Online-Video-Plattform ein. Innerhalb weniger Wochen vebreitete es sich im Netz: Blogs, Foren, soziale Netzwerke – überall kursierte der Geheimtipp der Kölner Sänger.
„Inzwischen kommen Leute in unsere Konzerte, die eigentlich nur dieses Lied kennen“, sagt Aydintan. „Wir spielen es aber erst in der Zugabe.“ Da das Lied aber gut ins sonstige Repertoire der Kölner Gruppe passt, ist noch niemand vorzeitig gegangen. Das wird auch beim Konzert am 9. Juli im Kölner Heinrich-Heine-Forum (es gibt noch Karten) nicht anders sein. Wer braucht schon Shakira?
Lustig...
03.07.2010 | 12.54 Uhr | MissSatin
Witzig und Süß! Find es toll!
Nicht ernstgemeinte Anmerkung
09.06.2010 | 13.32 Uhr | Bonald
Herr Gauck heisst mit Vornamen auch Joachim.
Buster ?
09.06.2010 | 13.25 Uhr | StKarl
Beim ersten Hören der Ansage im Radio dachte ich 'Ach, gibt es die alte englische Band wieder'? Oder ist das ein jamaikanischer Sänger namens Buster?…
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