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Archiv-Einsturz

Römergrab und Akten gefunden

Von Carl Dietmar, 14.06.10, 13:54h, aktualisiert 14.06.10, 17:59h

Bei ersten Bohrungen im Bereich der Einsturzstelle des Stadtarchivs sind städtische Akten geborgen worden, die überwiegend aus dem Ausländeramt stammen. Außerdem wurde am Samstag ein römisches Brandgrab gefunden.

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Die Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs am Waidmarkt. (Bild: aerophoto)
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Die Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs am Waidmarkt. (Bild: aerophoto)
Innenstadt - „Der Fund an dieser Stelle ist für uns keine Überraschung.“ Marcus Trier, stellvertretender Direktor des Römisch-Germanischen Museums, zeigt auf Fundstücke, die am Montag auf dem Gelände des eingestürzten Stadtarchivs präsentiert wurden, Ziegel und Keramik, die - so die Einschätzung des Archäologen - aus einem römischen Brandgrab des ersten Jahrhunderts n. Chr. stammen. „Die Ziegel dienten zur Auskleidung der Grabgrube, die Gefäße, teilweise aus hochwertiger Keramik, waren Grabbeigaben.“

Gefunden wurde das Grab bei den Bohrungen im südlichen Bereich des Trichters, die zur Bergung des restlichen Archivguts vorgenommen werden. „Hier“, so erläutert Trier, „verlief die römische Fernstraße nach Süden, und hier befanden sich frühe Gräberfelder, das berühmteste Grab, das an dieser Straße stand, ist das des Poblicius, eines der schönsten Exponate unseres Museums.“ Ungewöhnlich sei, dass das Brandgrab in einer Tiefe von sieben bis neun Metern gefunden wurde, die Schicht, in der es ursprünglich angelegt worden war, ist vermutlich abgesunken.

Akten aus dem Ausländeramt

Bei den Bohrungen sind am Wochenende auch erste Archivalien, überwiegend Akten aus dem Ausländeramt, geborgen worden, in einem Zustand, der hoffen lässt. „Wir gehen davon aus, dass alles, was noch zu bergen ist, sich auch restaurieren lässt“, sagt Max Plassmann, stellvertretender Leiter des Stadtarchivs. (cd)



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