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Studie

Lernen auf dem „Campus“

Von Helmut Frangenberg, 25.06.10, 19:44h

Eine Förderschule und eine Hauptschule an der Ossietzkystraße sollen aufgelöst werden, um Platz für eine neue Gesamtschule zu machen. Ein großzügiger Schulcampus soll entstehen - mit Sportanlagen auf dem Dach.

Hauptschule
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An der Ossietzky-Straße sollen eine Hauptschule und eine Förderschule aufgelöst werden - und ein neuer Schulcampus entstehen. (Bild: Archiv)
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An der Ossietzky-Straße sollen eine Hauptschule und eine Förderschule aufgelöst werden - und ein neuer Schulcampus entstehen. (Bild: Archiv)
Longerich - In Longerich soll ein Schulcampus für die neue Gesamtschule im Stadtbezirk Nippes entstehen, die im Sommer zunächst in der Niehler Brehmstraße mit vier Eingangsklassen den Betrieb aufnehmen wird. Die beiden Standorte an der Ossietzkystraße, wo heute eine Förderschule ist, und an der Paul-Humburg-Straße, wo eine Hauptschule aufgelöst werden soll, sollen ab 2015 der Platz für eine mindestens sechszügige Gesamtschule sein. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, die die Schulverwaltung in Auftrag gegeben hat. Die beiden etwa 300 Meter voneinander entfernten Gebäude liegen an der Grünanlage, die im Osten vom Heilig Geist-Krankenhaus begrenzt wird.

Sport auf dem Dach

Das Gebäude an der Ossietzky-straße soll neu errichtet werden. Der begrenzte Raum - Eingriffe ins Grün sind nicht vorgesehen - soll clever genutzt werden. So ist geplant, Außensportanlage auf die Dächer zu setzen, die Sporthalle teilweise unter die Erde zu legen und ihr Dach als Teil des Schulhofes zu nutzen. Die Stadtverwaltung rechnet mit einer Planungs- und Bauzeit von vier bis fünf Jahren. Danach soll das denkmalgeschützte Schulgebäude an der Paul-Humburg-Straße so umgebaut und ergänzt werden, dass die Nippeser Gesamtschule, weiter wachsen kann und mehr als jeweils vier Eingangsklassen bilden kann. Für die Erweiterung gibt es noch keinen Zeitplan.

Mit diesem Konzept hofft Schuldezernentin Agnes Klein, Kritiker ihrer aktuellen Schulschließungs- und Umzugspläne überzeugen zu können. Die Hauptschule an der Paul-Humburg-Straße ist eine von elf Hauptschulen, die geschlossen werden sollen. Sie wehrt sich genau wie die Förderschule gegen die städtischen Pläne. Auch an der neuen Gesamtschule gibt es Kritik, weil der Standort in Longerich zu abgelegen liege. Außerdem müsste die Schule zweimal umziehen - zunächst 2012 von Niehl in die Paul-Humburg-Straße bevor es dann 2014 oder 2015 in das neue Gebäude an der Ossietzkystraße gehen kann. Ein direkter Umzug sei nicht möglich, weil der provisorische erste Standort in der Niehler Brehmstraße in drei Jahren zu klein werde und der Neubau nicht schneller zu realisieren sei. Die Erfahrungen lehrten, dass man bei den Zeitplänen städtischer Bauprojekte nicht zu optimistisch sein dürfe, so Klein. „Fünf Jahre für so ein Bau sind schon sportlich.“

Man habe andere Standorte im Stadtbezirk geprüft: Ein Grundstück an der Rennbahn oder am Mediapark seien genauso durchgefallen wie das Clouth-Gelände, ein Areal der Dormagen-Stiftung oder bestehende Schulstandorte. Man habe ein großes Grundstück gesucht, wo man schnell bauen könne.



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