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Bayer-Nachwuchs

Ohne Tore keine Titel

Von Michael Rahm, 27.06.10, 18:14h, aktualisiert 27.06.10, 19:12h

Leverkusen bleibt "Vizekusen". Die U-19-Junioren der Werkself unterliegen im Finale um die Deutsche Meisterschaft mit 0:1 gegen Hansa Rostock. Auch die B-Junioren müssen eine Endspielniederlage verkraften.

Jules Schwadorf
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Untröstlich: Bayers Jules Schwadorf (Bild: Herhaus)
Jules Schwadorf
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Untröstlich: Bayers Jules Schwadorf (Bild: Herhaus)
Leverkusen. Nach in dieser Saison vielen guten Nachrichten für Bayers Jugendabteilung folgten am Wochenende die schlechten: Bayer 04 Leverkusen verlor die Finalspiele um die Deutsche Meisterschaft mit den A- und B-Junioren jeweils knapp mit 0:1.

Während sich die U-17-Fußballer im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt erst in der Verlängerung geschlagen gaben, verlor die U 19 eine Partie, die sie nicht hätte verlieren dürfen. Bayer war dem Gegner Hansa Rostock spielerisch und körperlich klar überlegen. Am Ende gewannen aber die Gäste, da die Leverkusener vor dem Tor gravierende Mängel offenbarten.

Vor 6000 Zuschauern zeigten die Rostocker im ersten Durchgang, wieso sie das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft erreicht hatten. Sie standen kompakt und kamen durch schnelles Spiel im Mittelfeld immer wieder zu gefährlichen Aktionen. Nach dem Wechsel spielte dann nur noch Bayer, wobei sich ein intensives Duell zwischen Leverkusens Angreifern und Rostocks Torwart Kevin Müller entwickelte. Der Hansa-Keeper flog zwar auch schon mal an einer Flanke vorbei, war aber auf der Linie nicht zu überwinden. Selbst als Tobias Steffens nach einem Alleingang an ihm vorbei war, irritierte er den jungen Leverkusener so entscheidend, dass dieser kläglich vergab. Zur tragischen Figur wurde anschließend Stürmer Pierre Lasogga, der den Ball nach einer Ecke im eigenen Strafraum nicht aus der Gefahrenzone schlagen konnte. Sein Luftloch führte dazu, dass Rostocks Lucas Albrecht den 1:0-Siegtreffer für seine Mannschaft erzielte.

Trotz des niederschlagenden Resultates gibt es im Team von Bayer Leverkusen keine Verlierer. Im Klub hätte niemand damit gerechnet, dass dieser Jahrgang einmal das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Auch Lasogga, der Pechvogel des Endspiels, muss sich nicht zu sehr grämen. In Schalke aussortiert, in Wolfsburg nicht klar gekommen, schaffte er bei Bayer den Durchbruch. Nach 25 Toren in der A-Junioren-Bundesliga winkt ihm nun eine Zukunft einer der drei deutschen Bundesligen. Wohin sein Weg führt, ist aber weiter offen. Neben ihm werden Thanos Petsos, Patrick Koronkiewicz, Christoph Kramer und Julian Riedel ebenfalls den Weg in den Profifußball schaffen.

Der jüngere Jahrgang kann sich dagegen in der neuen Saison erneut versuchen. Daniel von der Bracke, Tobias Haitz und die Zugänge Tobias Steffen sowie Jules Schwadorf haben sich in der zurückliegenden Spielzeit enorm verbessert. Mit den aufrückenden B-Junioren Luca Dürholtz, Kolja Pusch, Andre Mandt und Danny da Costa werden sie eine spielstarke U 19 bilden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Bayer Leverkusen nächstes Jahr um diese Zeit erneut die BayArena für ein Endspiel bereitstellen muss. Dies wäre der vierte Anlauf für Trainer Sascha Lewandowski eine erfolgreiche Saison mit der Meisterschaft zu krönen.

U19: Carpentier, Koronkiewicz, Petsos, Haitz, von der Bracke, Riedel, Schwadorf, Lasogga, Kramer, Opper, Steffen - Zuschauer: 6 000

Sport Seite 24



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