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Autonomes Zentrum

Suche nach friedlicher Lösung

Von Norbert Ramme, 07.07.10, 18:07h

Die frühere KHD-Kantine wird weiterhin von Aktivisten der Kampagne „Pyranha“ besetzt. Politiker machen sich für eine friedliche Lösung stark, doch die Gespräche zwischen der Sparkasse und den Besetzern verlaufen im Sand.

KHD-Kantine
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Die frühere KHD-Kantine an der Wiesbergstraße wird von Aktivisten der Kampagne "Pyranha" besetzt. (Bild: Ramme)
KHD-Kantine
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Die frühere KHD-Kantine an der Wiesbergstraße wird von Aktivisten der Kampagne "Pyranha" besetzt. (Bild: Ramme)
Kalk - „Wir wollen rund um die Besetzung der ehemaligen KHD-Werkskantine keine Eskalation“, sagt Oliver Krems, der Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Kalker Bezirksvertretung. „Hier muss mit friedlichen Mitteln nach einer Lösung gesucht werden. Wir appellieren auch an die Grundstückseigentümer der Sparkasse Köln-Bonn.“ Doch die zeigt sich derzeit wenig kompromissbereit. Mit der Besetzung des Hauses vor rund elf Wochen durch Aktivisten der Kampagne „Pyranha“ und der Umwandlung in ein „Autonomes Zentrum“ handele es sich um einen Straftatbestand, den man nicht dulden wolle, heißt es. „Die bisherigen Gespräche mit den Autonomen sind im Sande verlaufen. Wir wollen unserer Eigentum zurück und das Haus am liebsten sofort leer haben“, sagt Sparkassen-Sprecher Norbert Minwegen.

Das Gebäude befindet sich im Eigentum eines Tochterunternehmens der Sparkasse Köln-Bonn und soll abgerissen werden. Minwegen: „Die Bausubstanz der ehemaligen Werkkantine ist marode. Der Aufwand, die Räume zu sanieren und nutzbar zu machen, ist viel zu hoch.“ Nach einem Abriss könnte das Grundstück von Firmen aus der Nachbarschaft genutzt werden, die dort expandieren wollen.

Solch einen Abriss wollen die Grünen über einen Dringlichkeitsantrag in der heutigen Sitzung der Kalker Bezirksvertretung - ab 17 Uhr im Bezirksrathaus an der Kalker Hauptstraße - verhindern. Auch die SPD hat bereits ihre Unterstützung für den Antrag angekündigt. Krems: „Gegenwärtig besteht überhaupt keine Notwendigkeit, die Ex-Werkskantine abzureißen.“ Mehr als eine politische Willensäußerung sieht er in dem Antrag allerdings nicht. „Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz, es gibt für das Grundstück keine Erhaltungssatzung. Eigentlich hat die Stadt keine Einwirkungsmöglichkeiten.“

Eine sofortige Räumung des besetzten Hauses wollen SPD und Grüne ablehnen. Die CDU unterstützt weiterhin die Forderung der Sparkasse Köln-Bonn, dass die Besetzer die frühere Kantine verlassen sollen. „Ein Autonomes Zentrum ist das letzte, was Kalk braucht“, sagt der CDU-Stadtbezirksvorsitzender Wolfgang Gärtner und stellt sich hinter die Erklärung von Oberbürgermeister Jürgen Roters. Dieser sagte, „dass die Besetzung illegal und nicht hinnehmbar“ sei. Da gibt auch SPD-Mann Krems dem Oberbürgermeister Recht. „Dennoch gilt es nun, eine friedliche Lösung zu finden.“



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