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Umfrage

FDP stürzt auf vier Prozent ab

Erstellt 29.06.10, 12:43h, aktualisiert 29.06.10, 12:52h

Bei der Bundestagswahl noch 14,6 Prozent, jetzt laut einer "Forsa"-Umfrage zehn Punkte weniger. Die FDP erlebt einen dramatischen Absturz - nicht zum ersten Mal in der Parteigeschichte. Die CDU dagegen kann den Abwärtstrend stoppen.

FDP Absturz
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Probleme mit der eigenen Partei: Guido Westerwelle (Bild: dpa)
FDP Absturz
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Probleme mit der eigenen Partei: Guido Westerwelle (Bild: dpa)
HAMBURG - Die FDP setzt ihren rasanten Absturz in Umfragen fort und müsste derzeit sogar um ihren Wiedereinzug in den Bundestag fürchten. Erstmals seit siebeneinhalb Jahren sackten die Liberalen in dem am Dienstag veröffentlichten Stern-RTL-Wahltrend auf vier Prozent ab. Sie verloren damit im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Bei der Bundestagswahl im Herbst hatte die FDP noch ein Rekordergebnis von 14,6 Prozent erhalten.

Die Union konnte sich in der Forsa-Umfrage um zwei Punkte auf 32 Prozent verbessern, die SPD verharrte bei 27 Prozent. Die Grünen hielten ihr Umfragehoch von 18 Prozent die vierte Woche in Folge. Die Linke verschlechtert sich um einen Punkt auf elf Prozent. Damit hat die Opposition im Bundestag einen großen Vorsprung von 20 Prozentpunkten vor Union und FDP.

ksta.tv: Westerwelle gelobt Besserung

Um den Abwärtstrend zu durchbrechen hatte die FDP-Spitze am Wochenende bei einer Klausurtagung kleinere Kurskorrekturen beschlossen. Parteichef Guido Westerwelle versprach eine Abkehr vom Image der Steuersenkungspartei. Künftig sollten Themen wie Arbeit, Bürgerrechte, Bildung und Umweltschutz stärker in den Mittelpunkt rücken. Die Umfrage wurde vor der FDP-Klausur erhoben.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem "Stern", die FDP sei lange eine willkommene Alternative für unzufriedene Unions-Wähler gewesen. "Doch in der Regierung hat sie sich für ihre Wähler als Partei ohne klare Inhalte und zugkräftiges Personal entpuppt und steht nun entzaubert, fast nackt da." Die Grünen hätten sich zum Auffangbecken der abgewanderten früheren SPD-Anhänger entwickelt.



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