Von Jan Christian Müller, 03.07.10, 17:49h, aktualisiert 07.07.10, 11:38h
Überschwang steht vor dem WM-Halbfinale am Mittwochabend (20.30 Uhr) gegen den bisherigen WM-Favoriten Spanien nämlich gleich neben Wachstumshormonen und Beta-Blockern auf der Verbotsliste. „Es ist wichtig, dass wir nicht überdrehen“, sagte Löw, nachdem er sich zuvor selbst dabei ertappen musste, vehement an der Schraube zu drehen: „Was diese Mannschaft an Willen abgerufen hat, das war nicht internationales Niveau, das war Champions-Niveau.“
Als Philipp Lahm von hinten zusah, wie in einem denkwürdigen Spiel vorne das 4:0 fiel, „habe ich mir auf dem Platz gedacht: unglaublich“. Der Kapitän maß der Angelegenheit gar globale Bedeutung bis ans Nordkap und die Fidschi-Inseln bei: „Wenn du zweimal vier Tore schießt gegen England und Argentinien, dann ist das gut für alle, nicht nur für die Menschen in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt.“ Außer vermutlich für die Leute in England und Argentinien.
Aber das unterschlug Lahm geflissentlich, ehe er grundsätzlich wurde: „Das war ein sehr, sehr großer Schritt für die Mannschaft, weil jeder jetzt weiß, dass man auch solche Gegner schlagen kann.“ Lahm zählte, das Achtelfinale gegen England ignorierend, auf: „Gegen Argentinien vor vier Jahren sind wir glücklich weitergekommen, wir haben dann gegen Italien verloren, wir haben gegen Spanien verloren, gegen Argentinien im Freundschaftsspiel verloren“. Verloren, verloren, verloren. Bis Samstag in Kapstadt. Gewonnen gegen Argentinien, „nicht gegen Aserbaidschan oder sonst was“, wie Lukas Podolski einfühlsam nachlegte.
In Deutschland träumen die Fans nun von mehr, 20 Kilometer südlich von Pretoria in einem bunkerähnlichen Hotelbau sind sie schon weiter: „Für mich ist es kein Traum mehr“, sagte Per Mertesacker nach getaner Arbeit, „das fühlt sich vielleicht so an, aber wenn man die ganze Zeit dabei ist, und sieht wie alles ineinander greift, dann ist das absolute Realität.“ Dann ist auch Spanien nur noch ein Gegner, der viel weniger furchteinflößend daherkommt als noch vor zwei Jahren im Endspiel der Europameisterschaft, als Deutschland vorgeführt wurde wie ein pickliger Teenager in der ersten Tanzstunde.
Jetzt sprechen sie sich gegenseitig Mut zu, den Ausfall der bislang weltgrößten WM-Entdeckung, Thomas Müller, kompensieren zu können. „ Sein Ausfall wiegt schwer, es ist enorm, welche Torgefahr er ausstrahlt“, stöhnte Löw, und fügte dann kämpferisch an: „Aber auch das werden wir schaffen.“ Schnellschleicher Müller erlebte die Gelbsperre wegen eines keinesfalls absichtlichen Handspiels kurz vor der Pause als „bitteren Moment“, war dann prompt in seiner unverbrauchten Art schon wieder „zuversichtlich, dass wir das auch so schaffen“. Piotr Trochowski, der Hamburger, dem Müller dank seines horrenden Lauf-, Pass-Spiel- und Denktempos den Stammplatz stibitzt hatte, hofft sehr, „dass ich spiele“, er persönlich habe sich von der WM „mehr versprochen, aber wir stehen im Halbfinale, ich habe meinen Teil dazu beigetragen und jetzt sogar ne Chance, dort zu spielen.“
Toni Kroos, der Leverkusener, ist persönlich eher skeptisch, Müller ersetzen zu dürfen, „bisher kam ich halt auf einer anderen Position zum Einsatz, rechts habe ich selten gespielt, eher links oder in der Mitte.“ Cacau schließlich teilte am Sonntag betrübt mit, seine lästige Bauchmuskelzerrung sei wieder aufgebrochen. Die WM droht für den Brasilianer bereits beendet zu sein. Auch Jerome Boateng und Sami Khedira mussten wegen Muskelverhärtungen kürzer treten. Der Einsatz der beiden athletischsten deutschen Spieler gilt allerdings als ungefährdet.
Analyse: Einzelkritik der DFB-Spieler
Die WM und Afrika: Ein Wunder auf Zeit
Hintergrund: Bilder und Impressionen aus Südafrika
Hintergrund: Die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika
Bildergalerie: DFB-Team spielt Argentinien an die Wand
Bildergalerie: Sexy Fans bei der WM 2010
Grafik: Der WM-Kader der deutschen Mannschaft
ksta.tv: Video-Beiträge rund um die WM
Liveticker: Mehr WM - Teams, Termine, Statistiken, Stadien und mehr
…zu 3.
06.07.2010 | 13.35 Uhr | wasauchimmer
Da komm ich nich von weg, dieses Verdammen von "Event-Nationalstolzen" als verbohrt zu verstehen.
Nämlich all dies Gemeinschaftliche wird damit doof…
@SchmitzeJ. Tatsächlich habe ich…
06.07.2010 | 13.30 Uhr | wasauchimmer
1. nichts verstanden
2. nicht gelesen
3. dito
Zu 1.: Schwer, einem Dummen klar zu machen, dass er dumm ist…
Zu 2.: Tatsächlich hatte ich "nur"…
@ S.McLaughlin
06.07.2010 | 10.58 Uhr | paperback writer
Sie haben Recht. Meine kleinen "Scharmützel" mit "schwarzer peter" haben wenig mit Fußball zu tun. Fußball war allerdings der Auslöser (Zitat…
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
DANY-S Fashion - Mode in Bensberg
Bohsewe GmbH - Schwimmbad + Sauna
Zweirad Schneider - Kawasaki-Fachhändler
Holz Buchholz - Terrassenbeläge
Margarethenhof - Wohnpark Lerbacher Wald
Freizeit AG - Reisemobile u. Wohnwagen
Teak & More - Hochwertige Gartenmöbel
Kellershohn - Leitern, Gerüste, Gartenmöbel
Potyka GmbH - Brillen + Akustik
Sommers WWE - Raumausstatter in Overath
Blitz - Reisen - Omnibustouristik International
ACC Flug GmbH - Freiheit über den Wolken
Kuhlmann Loewe Studio