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KHD-Kantine

Mehrheit für Autonomes Zentrum

Von Helmut Frangenberg, 09.07.10, 16:57h

Die Mehrheit der Kalker Bezirkspolitiker stimmten für den Verbleib des „Autonomen Zentrums“. Die Besetzer der ehemaligen KHD-Kantine haben Gutachten vorgelegt, um die Aussagen der Sparkasse zu entkräften.

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Besetzer haben in der ehemaligen KHD-Kantine ein Autonomes Zentrum eingerichtet. (Bild: Ramme)
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Besetzer haben in der ehemaligen KHD-Kantine ein Autonomes Zentrum eingerichtet. (Bild: Ramme)
Kalk - Die Besetzung der ehemaligen KHD-Kantine wird zur Belastungsprobe für das rot-grüne Ratsbündnis. Die SPD scheint in ihrer Haltung gegenüber den Besetzern gespalten. In der Kalker Bezirksvertretung stimmten ihre Vertreter zusammen mit Grünen und Linken für den Verbleib des „Autonomen Zentrums“ in Kalk und appellierten an den Hausbesitzer, eine Tochter der Sparkasse, mit den Besetzern über eine Zwischennutzung zu verhandeln. Die Ratsfraktion der SPD hält sich dagegen mit einem Votum für die Besetzer zurück. Sie ins Boot zu holen sei schwierig, sagte die Bezirksfraktionschefin der Grünen, Karin Schmid, bei einem Ortstermin in dem besetzten Haus, bei dem Grüne und Linke ihre Unterstützung bekundeten.

Die Besetzer haben Gutachten von einem Architekten, einem Statiker und einem Sachverständigen für Brandschutz vorgelegt, um die Aussagen der Sparkasse zu entkräften. Die vom Eigentümer vorgebrachten Sicherheitsbedenken, das Gebäude sei auf keinen Fall für die Nutzung als Kultur- und Veranstaltungszentrum geeignet, würden „nicht in einem Fall zutreffen“, so Architekt Bodo Marciniak. Es bestehe keine Gefahr für die Standsicherheit, so der Statiker Hubert Zilinski. Im für öffentliche Veranstaltungen genutzten Erdgeschoss könne man schon mit geringen Investitionen die Brandschutzauflagen erfüllen. Die Besetzer haben eine Bau AG gegründet, die Mängel beseitigt. Marciniak widersprach auch der Behauptung, die Besetzer hätten die Gasleitungen im Haus angezapft. Genutzt werde nur Strom und Wasser. Dafür haben die Besetzer nach eigenen Angaben Geld an die Sparkassen-Tochter überwiesen.

Aus Sicht der Autonomen ist das Zentrum im Viertel akzeptiert, das Zentrum bereichere den Stadtteil. Das sehen nicht alle so: Einige Nachbarn, die gegen das Zentrum protestieren, befürchten eine „wesentliche Verschlechterung ihres Wohnumfelds“, wie es in einem Schreiben heißt.



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