Von Detlef Schmalenberg, 10.07.10, 10:10h, aktualisiert 10.07.10, 10:14h
Der Stab plant für alle europäischen Standorte die Um- oder Neubauten, die bei einem Modellwechsel notwendig werden. Dem Vernehmen nach ist bisher noch nicht klar, wie viel Geld die mutmaßlichen Betrüger beim eigenen Unternehmen abgezweigt haben. Erste Schätzungen, die sich auf Verdachtsfälle an den Standorten Köln und Saarlouis beziehen, gehen von zwei bis acht Millionen Euro aus. Doch die Ermittler vermuten, dass der Schaden europaweit noch deutlich höher liegen könnte.
Den mutmaßlichen Tätern wurde der Betrug womöglich relativ leicht gemacht. Wie zu erfahren war, sollen die Fordwerke die Arbeiten in diesem Bereich kaum kontrolliert haben. So stellte sich jetzt heraus, dass beispielsweise eine 1,2 Millionen Euro teure Halle, die bei der Umstellung zur Fiesta-Produktion im Kölner Werk im Jahr 2007 angeblich gebaut wurde, gar nicht existiert. Die „Vorgänge“ würden „sehr ernst“ genommen, sagte ein Ford-Sprecher, der sich zu Einzelheiten des laufenden Verfahrens nicht äußern wollte.
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