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Schmiergeld

Millionenbetrug bei Ford

Von Detlef Schmalenberg, 10.07.10, 10:10h, aktualisiert 10.07.10, 10:14h

Untreue, Geldwäsche und Bestechung: Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen fünf Ford-Mitarbeiter. Über Jahre hinweg sollen die Männer ihr Unternehmen um Millionen betrogen haben. Die Drahtzieher arbeiten nach KStA-Informationen in der Kölner Konzernzentrale.

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Produktion in der Kölner Konzernzentrale: Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Ermittlungen gegen fünf Ford-Mitarbeiter eingeleitet. (Bild: dpa)
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Produktion in der Kölner Konzernzentrale: Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Ermittlungen gegen fünf Ford-Mitarbeiter eingeleitet. (Bild: dpa)
Köln - Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen fünf Ford-Mitarbeiter wegen bandenmäßigen Betrugs, Geldwäsche, Untreue, Bestechung und Bestechlichkeit. Über Jahre hinweg sollen die Männer ein „kriminelles System“ mit fingierten Projekten und Scheinrechnungen entwickelt haben, mit dessen Hilfe sie ihr eigenes Unternehmen um Millionen betrogen haben sollen, berichtet das Magazin „Focus“. Die mutmaßlichen Drahtzieher in dem Skandal, deren Büros vor einigen Wochen durchsucht wurden, arbeiteten nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ in der Kölner Konzernzentrale im sogenannten „Gruppenstab Plant Engineering“.

Der Stab plant für alle europäischen Standorte die Um- oder Neubauten, die bei einem Modellwechsel notwendig werden. Dem Vernehmen nach ist bisher noch nicht klar, wie viel Geld die mutmaßlichen Betrüger beim eigenen Unternehmen abgezweigt haben. Erste Schätzungen, die sich auf Verdachtsfälle an den Standorten Köln und Saarlouis beziehen, gehen von zwei bis acht Millionen Euro aus. Doch die Ermittler vermuten, dass der Schaden europaweit noch deutlich höher liegen könnte.

Den mutmaßlichen Tätern wurde der Betrug womöglich relativ leicht gemacht. Wie zu erfahren war, sollen die Fordwerke die Arbeiten in diesem Bereich kaum kontrolliert haben. So stellte sich jetzt heraus, dass beispielsweise eine 1,2 Millionen Euro teure Halle, die bei der Umstellung zur Fiesta-Produktion im Kölner Werk im Jahr 2007 angeblich gebaut wurde, gar nicht existiert. Die „Vorgänge“ würden „sehr ernst“ genommen, sagte ein Ford-Sprecher, der sich zu Einzelheiten des laufenden Verfahrens nicht äußern wollte.



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