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Schule kämpft um Hausmeister

Von Maria Machnik, 14.07.10, 09:28h, aktualisiert 14.07.10, 11:27h

Im Geschwister-Scholl-Gymnasium soll womöglich einer von zwei Hausmeistern eingespart werden. Die ständigen Einsparungen demotivieren die Elterngemeinde, die sich sehr für die Schule engagiert.

Putz- und Aufräumtag
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Putz- und Aufräumtag am Geschwister-Scholl-Gymnasium: Am vorletzten Schultag reinigten und entrümpelten die Gymnasiasten das Gebäude. (Bild: Machnik)
Putz- und Aufräumtag
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Putz- und Aufräumtag am Geschwister-Scholl-Gymnasium: Am vorletzten Schultag reinigten und entrümpelten die Gymnasiasten das Gebäude. (Bild: Machnik)
Pulheim - Ganz schön wuselig ging es zu im Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG). Am vorletzten Schultag stand ein Putz- und Aufräumtag im Kalender. 1300 Schüler und 130 Lehrer waren in dem Gebäude unterwegs, um die Räume zu reinigen, zu streichen und zu entrümpeln.

Bevor die Schüler und Lehrer ausschwärmten, ging Schulleiter Andreas Niessen auf die aktuelle Diskussion um eine Hausmeisterstelle ein. „Ich habe mir von der Schulgemeinde die Unterstützung geholt, dafür zu kämpfen, dass beide Hausmeisterstellen an unserer Schule erhalten bleiben.“ Der Grund: Der Beschluss des Stadtrates sei für das GSG nicht tolerierbar. CDU, SPD, FDP und Bürgerverein im Stadtrat hatten vorgeschlagen, zwei bis drei Hausmeisterstellen einzusparen. Für die beiden Schulzentren in der Stadt soll die Schulverwaltung eine Pool-Lösung prüfen. Das Ergebnis soll vor der Sitzung des Stadtrates im September vorliegen.

Sollte tatsächlich einer der beiden Hausmeister vom Gymnasium abgezogen werden, „dann wäre das für alle ein Schlag ins Gesicht, der uns und mich persönlich demotivieren würde“, so Niessen. Schon einmal, im Jahr 2006, habe das GSG einen von drei Hausmeistern abgeben müssen, er arbeite nun an der Grundschule am Buschweg. Die Schulgemeinde, also Schüler, Eltern und Lehrer, leisteten viel in Eigeninitiative. Unter anderem investierten die Mütter und Väter pro Jahr 20 000 Euro, um drei Aufsichtskräfte für die neuen Schultoiletten zu zahlen. Auch den „kommerziellen Entsorger“ (Niessen), der die Ausbeute des Putz- und Aufräumtages abholt, zahlt das Geschwister-Scholl-Gymnasium aus dem Schulbudget. „Die Eigenleistungen helfen, pro Jahr rund 60 000 Euro einzusparen“, sagt der Schulleiter.

Nun versuche die Schule mit der Aktion „Das GSG blüht . . .“ Sponsoren für kleinere und größere Sanierungsarbeiten in dem Gebäude zu gewinnen, um den städtischen Haushalt nicht zu belasten. „Die Eltern sagen zu Recht, »was mühen wir uns eigentlich ab, je mehr wir machen, umso mehr zieht sich die Stadt aus der Verantwortung«.“

Obwohl der Schuldezernent Florian Herpel dem Vernehmen nach schon in der vorletzten Woche aktiv geworden ist, ist Schulleiter Niessen optimistisch. Herpel soll einem der beiden Hausmeister am GSG signalisiert haben, er werde nach den Sommerferien an einer anderen Schule arbeiten. In der Sitzung des Stadtrates hatte er jedoch erklärt, die Verwaltung werde vor der Ratssitzung im September keine Fakten schaffen. Eine Stellungnahme zu den Vorwürfen lehnt Herpel ab. „Ich gehe davon aus, dass wir bis September Zeit haben, ein Konzept auszuarbeiten, und dass nichts passiert, was irreversibel ist“, sagt Niessen. Eine Frage allerdings werfe die Diskussion um die Hausmeisterstellen bei Eltern und Kollegen auf. „Was macht der Bürgermeister?“, so Niessen. Er wundere sich, dass die Hausmeisterstellen nicht Thema in der Expertenkommission „Bildung“ gewesen sei. In der Runde sitzen unter anderem der Verwaltungschef, der Schuldezernent und Andreas Niessen, um an einem Bündnis für Bildung zu arbeiten.



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