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ARD

WDR-Rundfunkrat sagt Ja zu Jauch

Von Anne Burgmer, 13.07.10, 21:39h

Vor drei Jahren bezeichnete Günther Jauch die Mitlieder des WDR-Rundfunkrats noch als „Gremlins“. Jetzt hat das Gremium seiner Verpflichtung für die ARD zugestimmt. Ab Herbst 2011 wird Jauch eine politische Talkshow moderieren.

Günther Jauch
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Günther Jauch. (Bild: RTL)
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Günther Jauch. (Bild: RTL)
Der Rundfunkrat des WDR hat am Dienstag der Verpflichtung von Günther Jauch für die ARD „mit großer Mehrheit“ zugestimmt, wie die Vorsitzende des Rats, Ruth Hieronymi, mitteilte. Jauch soll ab Herbst 2011 auf dem bisherigen Sendeplatz von Anne Will am Sonntagabend eine politische Talkshow moderieren. „Es war eine offene, intensive und sachliche Debatte. Wir setzen auf die Impulse, die der Vertrag mit Günther Jauch für das Informationsprofil der ARD bietet“, sagte Hiernonymi.

Im Vorfeld hatte die Rundfunkratvorsitzende mehrfach Bedenken geäußert und betont, dass die Verpflichtung des 53-Jährigen eine Gratwanderung sei. „Aber wir haben zugestimmt, weil unsere drei wesentlichen Forderungen erfüllt worden sind“, so Hieronymi. Entscheidend sei, dass Jauch die Moderation von „Stern TV“ abgibt „und auch kein anderes Informationsformat bei RTL“ präsentiert. Zudem sei es dem Rundfunkrat ein Anliegen gewesen, dass er im Bereich Politik und nicht Unterhaltung für die ARD arbeiten wird. Die dritte Forderung sei gewesen, dass Jauch keine „entgeltlichen Werbeverträge“ mehr hat, wenn er für die ARD arbeitet, „so wie es für jeden ARD-Journalisten gilt“. Damit hat nach dem NDR-Rundfunkrat nun auch der des WDR grünes Licht für Jauchs Zukunft in der ARD gegeben. Vor drei Jahren war die Verpflichtung von Jauch noch an Widerständen in den ARD-Gremien gescheitert, die der Moderator daraufhin als „Gremlins“ bezeichnet hatte.

Die Zustimmung sei richtig, auch wenn das Problem des „halben Jauchs bleibe. Denn der Journalist wird zwar „Stern TV“ abgeben, aber dennoch weiterhin für RTL „Wer wird Millionär?“ und andere Formate moderieren. Auf die Ankündigung des Kölner Privatsenders, ihm die neue Show „Alt gegen Jung - Das Duell der Generationen“ zu geben, stieß beim Rundfunkrat auf wenig Begeisterung.

Der finanzielle Rahmen der Verpflichtung bewege sich in der selben Größenordnung wie vor drei Jahren, so Hieronymi. Die einzelnen Rundfunkanstalten müssten keine zusätzlichen Finanzierungsanteile leisten. Da Jauch Sendeminuten füllen werde, die auch vorher schon bezahlt werden mussten, sei nicht mit erheblichen Mehrkosten zu rechnen. Eine mögliche Differenz solle durch Umschichtungen innerhalb des Gesamtbudgets des Ersten erreicht werden. Zudem hat der WDR-Rundfunkrat die ARD-Gemeinschaftsangebote „sportschau.de“ und „einsfestival.de“ genehmigt, für die der WDR die Federführung hat.



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