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Kommentar zum Mindestlohn

Reich werden sie nicht

Von Daniel Baumann, 14.07.10, 21:11h

Glückwunsch an die Schwarz-Gelbe! Die soziale Verantwortung ist doch noch nicht ganz auf der Strecke geblieben. Der Mindestlohn für Altenpfleger ist ein überfälliger Schritt, denn die Branche wird künftig immer wichtiger.

Pflege Mindestlohn
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Altenpfleger dürfen sich über einen gesetzlichen Mindestlohn freuen. (Bild: dpa)
Pflege Mindestlohn
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Altenpfleger dürfen sich über einen gesetzlichen Mindestlohn freuen. (Bild: dpa)
Glückwunsch an die schwarz-gelbe Koalition! Die soziale Verantwortung ist doch noch nicht ganz auf der Strecke geblieben. Die Entscheidung, den Mindestlohn für Hilfskräfte in der Altenpflege umzusetzen, war überfällig, denn Löhne von 4,50 pro Stunde waren bislang keine Seltenheit für diese körperlich anstrengende und psychisch belastende Arbeit.

Der Mindestlohn vernichtet keine Arbeitsplätze. Im Gegenteil. Die älter werdende Bevölkerung ist darauf angewiesen, dass sich auch in Zukunft Menschen für die Pflegebranche entscheiden. Der Mindestlohn ist die erste Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Doch reich werden die Pflegehilfskräfte damit nicht. Wer 40 Stunden pro Woche arbeitet, verdient auch mit Mindestlohn monatlich nur 1360 Euro (West) respektive 1200 Euro (Ost). Bei der großen Zahl der Teilzeitangestellten ist es noch weniger. Umso unverständlicher bleibt, warum die Regierung so lange brauchte, diese Entscheidung zu treffen.



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