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Bürgerinitiative

122 Unterschriften für Gesamtschule

Von Maria Machnik, 15.07.10, 18:28h

Die Initiative „Pro Gesamtschule Pulheim“ hat kräftig die Werbetrommel gerührt. Mit großem Erfolg. 122 Unterschriften sammelte sie. Die von der Bezirksregierung Köln genannte Mindestzahl von 112 Meldungen für vier Parallelklassen à 28 Schüler ist erreicht.

Pulheim - Die Mitstreiter der Elterninitiative wirken ausgesprochen zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir sind recht zuversichtlich, dass die Stadt den Bedarf erkennt“, sagt eine der Initiatoren des Bündnisses. Die Initiative hat den Bedarf schon früh erkannt. Schon im März hat sie sich gegründet und intensiv für eine Gesamtschule geworben. Intensiv versuchte sie, den Eindruck der Schulverwaltung zu korrigieren, der Bedarf für eine Gesamtschule sei nicht da. Die Fachabteilung im Rathaus berief sich auf das Ergebnis einer Elternbefragung zum Thema „Weiterführende Schule in Pulheim“.

Im Frühjahr hatte sie 526 Erziehungsberechtigte einen Fragebogen zukommen lassen. 86 gaben eine Gesamtschule als ihre Wunschschulform an. Die möglichen Doppelnennungen - 58 für die Kombination Gymnasium / Gesamtschule, 22 Gesamt- / Realschule - berücksichtigte die Schulverwaltung nicht. Begründet hatte sie dies mit dem Hinweis, es mache wenig Sinn, juristisch darüber zu streiten, mit welchem Anteil die 80 Gesamtschulnennungen bei den Doppelnennungen zu berücksichtigen sein könnten.

Den Bedarf, eine Grundschule zu gründen, erkannten auch die Grünen an. Da sie aus „politischer Verantwortung“ den Elternwillen unterstützen, stellten sie kürzlich im Stadtrat einen Dringlichkeitsantrag. Sie hatten gefordert, einen Standort für die Gesamtschule zu prüfen und den Beschluss für die Neugründung einer Gesamtschule vorzubereiten. Bürgermeister Frank Keppeler und die Verwaltung konnten „nicht erkennen, ob eine Dringlichkeit gegeben ist“, so Keppeler. Da es für einen Genehmigungsantrag keine festen Fristen gebe, schlug der Verwaltungschef vor, das Thema Gesamtschule im Schulausschuss am 7. September zu diskutieren.

Die Bezirksregierung Köln bestätigt, dass es keine gesetzlichen Fristen für einen Antrag mit dem Ziel, eine neue Schule zu gründen, gibt. „Da allerdings im Winter die Anmeldeverfahren laufen, sollte dann schon klar sein, ob die Schule erreichtet wird“, so Pressesprecherin Freia Johannsen. Entsprechend müsste der Schulträger die Schulneugründung früh genug beantragen. Das Genehmigungsverfahren sei Sache weniger Wochen, vorausgesetzt die Unterlagen seien vollständig und der Antrag korrekt.



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