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Testspiel

Entspanntes Remis gegen St. Pauli

Von Frank Nägele, 16.07.10, 22:50h, aktualisiert 17.07.10, 00:20h

In einem Testspiel trennen sich Bayer Leverkusen und Bundesliga-Aufsteiger St. Pauli mit 1:1. Die Tore erzielten Patrick Helmes und Gerald Asamoah. Jupp Heynckes ließ schon in der Startaufstellung erkennen, welches Potential im Team schlummert.

Hyypiä, Asamoah
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Der Leverkusener Innenverteidiger Sammi Hyypiä im Zweikampf mit Oaulis Gerald Asamoah.
Hyypiä, Asamoah
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Der Leverkusener Innenverteidiger Sammi Hyypiä im Zweikampf mit Oaulis Gerald Asamoah.
HAMBURG - Als die Abendsonne am Freitagabend hinter der werdenden Westtribüne des Millerntors verschwand, schlenderte Jupp Heynckes in kurzen Hosen aus der Stadionbaustelle und winkte den Fans zu. Der Trainer von Bayer 04 Leverkusen hatte keinen Grund, nach dem 1:1 gegen den Bundesliga-Aufsteiger FC St. Pauli die Lockerheit zu verlieren. „Es war ein ordentlicher Test, auch wenn er unter schwierigen Bedingungen stattfand“, sagte Heynckes, „der Gegner hat zur Halbzeit elf Spieler ausgewechselt, das haben wir nicht getan. In sofern ist das in Ordnung.“

Dass Bayer 04 im Sommer 2010 mehr ist als nur die teure Wiederbelebung des Mythos' Ballack ließ schon die Startaufstellung des ersten ernsthaften Tests in dieser Vorbereitung erahnen. Trainer Jupp Heynckes bot in Abwesenheit der vier WM-Urlauber Kießling, Vidal, Barnetta und Derdiyok acht bekannte und drei neue Profis auf, in einer Zusammenstellung, die zwar vom Ideal noch weit entfernt war, aber das Talent schon erkennen ließ, das in diesem Team jetzt noch deutlicher vorhanden ist als in der Vorsaison.

Wenn ein Manndecker wie Stefan Reinartz auf seiner B-Position im defensiven Mittelfeld in Abwesenheit der noch nicht fitten Ballack und Rolfes als eine Art verkappter Spielmacher auftritt, sagt das schon viel. Wenn Jupp Heynckes 82 Minuten lang auf den 19-jährigen dänischen Nobody Nicolai Jörgensen im Sturm neben Patrick Helmes vertraut, genau so. Interessant auch, wer trotz der momentanen Ausfälle zunächst auf der Bank saß: Kadlec, Schwaab, Balitsch, Kaplan, Sinkiewicz. So viel Talent hätten viele andere Klubs gern in Pflichtspielen auf dem Feld.

Dennoch freute sich keiner bei Bayer, als St. Pauli zur Freude seiner fast 10 000 Fans durch seinen neuen Star Gerald Asamoah verdient in Führung ging (30.). Aber wozu hat man einen diesmal kerngesund aus dem Urlaub erschienen Torjäger Patrick Helmes? Der Ex-Kölner erzielte, auf Zuspiel des frechen Jörgensen übrigens, nach 38 Minuten den Ausgleich. Per Flachschuss aus 16 Metern, so etwas wie sein Markenzeichen.

Danach begnügte sich die Werkself, gegen in der Halbzeit komplett ausgetauschte Gastgeber, Überlegenheit zu demonstrieren. „Normalerweise nutzen wir unsere Chancen besser, aber da macht sich vielleicht das harte Training bemerkbar“, analysierte Heynckes. René Adler, der wieder ganz gesund ist nach seinem Rippenbruch, sah es ähnlich: „Hier und da fehlen noch die Automatismen, aber die Defensive steht schon wieder kompakt.“ Das hat ihn an als Torhüter natürlich besonders gefreut.

FC St. Pauli: Hein (46. Piquett) - Rothenbach (46. Oczikpa), Morena (46. Hennings), Zambrano (46.Takyi), Lechner (46. Gunesch) - Boll (46. Thorandt), Schultz (46. Kruse) - Bruns (46. Sukuta-Pasu), Asamoah (46. Lehmann), Bartels (46. Volz) - Ebbers (46. Daube). - Bayer 04 Leverkusen : Adler - Vida (46. Schwaab), Friedrich, Hyypiä, Castro - Renato Augusto (78. Kaplan), Bender (82. Kadlec), Reinartz, Sam (78.. Risse) - Helmes (78. Siefkes), Jörgensen (82. Balitsch). - Schiedsrichter : Schriever (Darum). - Zuschauer : 9308. - Tore : 1:0 Asamoah (30.), 1:1 Helmes (38.).



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