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Unglück

Fahrgäste im Zug eingeschlossen

Von Udo Beissel, 18.07.10, 18:18h

Kurz vor dem Bahnhof Erftstadt-Liblar stoppte am Samstagabend ein Regionalzug unplanmäßig mitten im Wald. Grund: Eine Frau war vom Zug überfahren und getötet worden. Im vollbesetzten Zug stieg die Unruhe.

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90 Minuten war die Zugstrecke Köln-Euskirchen in der Nacht zum Sonntag gesperrt, nachdem ein Frau dort überfahren worden war. (Bild: Beissel)
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90 Minuten war die Zugstrecke Köln-Euskirchen in der Nacht zum Sonntag gesperrt, nachdem ein Frau dort überfahren worden war. (Bild: Beissel)
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Helfer der Feuerwehr Erftstadt und vom Rettungsdienst standen bereit, um die Fahrgäste zu betreuen und mit Getränken zu versorgen. (Bild: Beissel)
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Erftstadt-Liblar - Am Samstagabend haben etwa 900 000 Menschen das Feuerwerkspektakel der Kölner Lichter verfolgt. Kurz nach Mitternacht machten sich Tausende auf den Heimweg. Die Deutsche Bahn war vorbereitet und hatte auch auf der Strecke Köln-Euskirchen Sonderzüge eingesetzt. Doch die Fahrgäste mussten sich anschießend in Geduld üben. Kurz vor dem Bahnhof Liblar stoppte der Regionalzug unplanmäßig mitten im Wald. Grund: Eine Frau war vom Zug überfahren und getötet worden. Schon nach wenigen Minuten machte der Lokführer eine Lautsprecherdurchsage an die Zuggäste und informierte über das Unglück. „Wir sahen Blaulicht von Feuerwehr und Polizeifahrzeugen und Personen, die mit Taschenlampen über die Gleise gingen“, berichtete eine junge Frau. Im vollbesetzten Zug stieg die Unruhe. Eine Schwangere musste vom Rettungsdienst versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Schließlich öffneten sich auch die Türen, damit Frischluft in die Abteile dringen konnte - aussteigen durfte niemand. Die Feuerwehr befürchtete, dass mehrere Zuginsassen kollabieren könnten und stockte das Personal auf. Kistenweise Kaltgetränke standen bereit. Das Bahnpersonal hielt die Gäste immer wieder mit Durchsagen auf dem Laufenden. Ersatzbusse waren bereits unterwegs, als nach eineinhalb Stunden, etwa gegen 3 Uhr, die Nachricht verbreitet wurde, dass der Zug gleich weiterfahren würde. Zwei Züge verspäteten sich durch das Unglück, berichtete die Deutsche Bahn. Die Bahnpolizei geht von Suizid aus.


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