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Fehlende Baugenehmigung

Limelight wieder geschlossen

Von Katrin Diener, 19.07.10, 19:09h, aktualisiert 18.02.11, 14:29h

Das Limelight ist vom Bauaufsichtsamt der Stadt Köln geschlossen worden. Der Grund sei eine fehlende Baugenehmigung. Der Betreiber Hans-Peter Linder ist besorgt: Etwa 70 Veranstaltungen sind für dieses Jahr schon geplant.

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Ein Blick aus der DJ-Perspektive: Das Limelight in Junkersdorf. (Bild: Jörn Neumann)
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Ein Blick aus der DJ-Perspektive: Das Limelight in Junkersdorf. (Bild: Jörn Neumann)
Junkersdorf - Bericht vom 19.7.2010

Das Limelight in Junkersdorf ist am Freitag vom Bauaufsichtsamt der Stadt Köln geschlossen worden. Amtsleiter Detlev Fritz begründet das Vorgehen mit einer fehlenden Baugenehmigung. „Eine neue kann nicht erteilt werden, weil die Lärmbestimmungen bei starkem an- und abfließendem Verkehr nicht eingehalten werden können“, sagt Amtsleiter Detlef Fritz; „Aber ohne eine Baugenehmigung darf das Limelight nicht weiter betrieben werden.“ Betreiber Hans-Peter Linder reagierte darauf entsetzt: „Das kann nicht sein, wir haben doch eine Konzession erteilt bekommen, die sich auf die Baugenehmigung bezieht.“

Erst im vergangene September hatte das Limelight wieder eröffnet. Hier fanden regelmäßig Konzerte, Partys, Ausstellungen und Modeschauen statt. Im Jahr 2001 hatte das Limelight zum ersten Mal eröffnet. Damals war auch eine Baugenehmigung erteilt worden. Doch 2005 musste Besitzer und Betreiber Linder Insolvenz anmelden. „Mir liegt von dem Insolvenzverwalter eine Erklärung vor, dass er auf die Baugenehmigung verzichtet“, sagt Bauaufsichtsleiter Fritz.

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Tatsächlich hat Insolvenzverwalter Ralf Sinz eine entsprechende Erklärung verfasst. Damals ging es um eine noch ausstehende Zahlung für Parkplätze, die mit dem Verzicht auf die Baugenehmigung erlassen werden sollte. „Aber die Stadtsparkasse Köln/Bonn hat den Betrag dann übernommen“, sagt Sinz, „und ich habe mir schriftlich von der Stadt Köln bestätigen lassen, dass die Baugenehmigung fortbestehen wird.“ Ein entsprechendes Schreiben liegt dem „Kölner Stadt-Anzeiger vor. „Ich werde jetzt Strafanzeige gegen die Stadt und den Sachbearbeiter stellen“, sagt Sinz. „Ich lasse mir doch nicht nachsagen, dass ich ein Haus ohne Baugenehmigung verkauft habe.“ Das Limelight hatte die ebenfalls in Junkersdorf ansässige „Summit Partners GmbH“ erstanden.

Etwa 70 Veranstaltungen sind für dieses Jahr schon geplant. „Das wäre ein Horror, wenn ich die alle absagen müsste“, sagt Betreiber Linder. „Hier arbeiten mit Aushilfskräften 30 Menschen. Und in den nächsten zwei Wochen sollen im Limelight vier Hochzeitsfeiern stattfinden. Was soll ich nur den Leuten sagen?“



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