Von Norbert Ramme, 21.07.10, 15:59h, aktualisiert 21.07.10, 16:00h
„Das war schon ein ehrgeiziges Projekt“, sagte Monika Obertopp, die Leiterin der Tagesstätte. „Da musste der Vorstand der Bürgerstiftung St. Cornelius schon viel Mut aufbringen, um das Angebot der Kita mit einer U3-Gruppe zu bereichern.“ Anstelle der Umwandlung einer der vier bestehenden Gruppen entschloss man sich, eine fünfte zu gründen.
Das war auch ein Risiko für die Stiftung, die vor zwei Jahre die Trägerschaft für den katholischen Kindergarten in Eigenregie übernommen hatte. Zuvor hatte das Erzbistum die Einrichtung, in der mehr als 100 Kinder betreut werden, aus finanziellen Gründen aufgegeben. So konnte die Kindertagesstätte - seit rund 85 Jahren eine kirchliche Einrichtung im Veedel - langfristig gesichert und nun sogar noch ausgebaut werden. Eine bislang im Bereich des gesamten Bistums einzigartige Initiative. „Der Anbau ist wunderschön geworden“, sagt Stiftungs-Sprecher Hans Georg Axer, auch Schatzmeister im Kirchenvorstand, sichtlich stolz. „Unser Engagement für den Erhalt der Kindertagestätte am Moosweg in eigener und kirchlicher Regie hat sich gelohnt. Die Einrichtung ist im Stadtteil stark gefragt. Wir haben eine ellenlange Warteliste.“
Den Erweiterungsbau hatte Architekt Holger Kirsch geplant. Auf rund 120 Quadratmetern sind ein Gruppen- und ein Nebenraum, ein Schlaf- und ein Wickelzimmer entstanden. Zu den Kosten (Axer: „Mit der Inneneinrichtung sind das 230 000 Euro) steuerte das Land 180 000 Euro, die Stadt 20 000 Euro bei. Den Rest brachte die Bürgerstiftung selbst auf. Zustimmung kam beim Eröffnungsfest auch von der Politik. „Das Projekt ist gut durchdacht und die Stimmung im Stadtteil ist einfach gut“, waren sich Oliver Krems, SPD-Fraktionschef in der Kalker Bezirksvertretung, und CDU-Ratsfrau Ursula Gärtner einig.
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