Erstellt 21.07.10, 21:10h, aktualisiert 21.07.10, 22:07h
Nach WWF-Angaben sind derzeit rund 377.000 Quadratkilometer der Wasseroberfläche von einer Schicht aus Blaualgen bedeckt. Dies führe zur Verschärfung der immensen Sauerstoffprobleme des Binnenmeeres. Die Algenblüte sei "eigentlich ein natürliches Phänomen", die sich aber durch hohe Temperaturen, wenig Wind und "ein überdüngtes Meer" explosionsartig vermehre.
Riesige Algenteppiche schadeten in erster Linie der Meeresumwelt. "Pflanzen sterben ab und regelrechte Todeszonen ohne Sauerstoff bilden sich am Meeresgrund weiter aus." Absterbende Algen verbrauchten besonders viel Sauerstoff und bildeten giftigen Schwefelwasserstoff, der allen Organismen am Ostseegrund schade.
Überdüngung in der Landwirtschaft sei das größte Umweltproblem der Ostsee und treibe die Ausbreitung sauerstoffarmer Zonen voran, hieß es. Der WWF kritisierte deshalb, dass Schweden kürzlich die Düngemittelsteuer abgeschafft hat und dass in Mecklenburg-Vorpommern Äcker jetzt bis auf einen Meter an Gräben und Bäche heran gedüngt und gespritzt werden dürfen. Vor Änderung des Landeswassergesetzes waren es noch sieben Meter. (epd)
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