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Familie

Kein Stress im Urlaub

Erstellt 21.07.10, 21:03h

Kaum sind Ferien, schon gibt es Streit, trotz der allerbesten Vorsätze für den gemeinsamen Familienurlaub. Damit die Reise nicht zum Höllenstress wird empfehlen Experten: Ansprüche runterschrauben und Wünsche austauschen.

Stressfrei in den Urlaub
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Experten-Rat für den Urlaub: Über Ferienwünsche reden. (Bild: dpa)
Stressfrei in den Urlaub
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Experten-Rat für den Urlaub: Über Ferienwünsche reden. (Bild: dpa)
Kaum sind Ferien, prallen in vielen Familien verschiedene Vorstellungen aufeinander: Der Vater will gemeinsam drei Wandertouren unternehmen, während die Kinder die ersten Tage nur rumhängen wollen. "Im Alltag hat jeder zu funktionieren und es herrscht Termindruck. Dass diese Struktur auf einmal wegfällt, ist für alle in der Familie eine große Umstellung", erklärt der Erziehungsberater Hermann Scheuerer-Englisch aus Regensburg. Um den Übergang zwischen Arbeit, Schule und Freizeit so reibungslos wie möglich zu gestalten, sollte sich jedes Familienmitglied zwei bis drei Tage Zeit nehmen, um abzuschalten.

   Danach helfe vor allem eines: reden. "Am besten funktioniert eine Familienrunde, bei der sich alle an einen Tisch setzen und sich darüber austauschen, was sich jeder wünscht", sagte Scheuerer-Englisch. Gut sei auch eine Ferienwunschliste, auf der die Kinder ihre Vorstellungen aufschreiben. "So behält man einen Überblick und muss nicht alles am Schluss in eine Woche quetschen."

   Steht ein Familienurlaub an, sei es am besten, vor dem Beginn der Reise ein paar Tage Vorlauf zu Hause zu haben. Sonst müssten gerade arbeitende Eltern von einem auf den anderen Tag von 120 auf 20 Prozent runterkommen. Am Ferienort angekommen, ist der Schlüssel zu einem stressfreien Miteinander Flexibilität: "Auf keinen Fall sollte man sich einen strikten Plan machen, der dann wie ein Damoklesschwert über jedem hängt", empfahl Scheuerer-Englisch.

   Verabschieden sollten sich Eltern von der Vorstellung, dass sie ihren Kindern in den Ferien etwas ganz Besonderes bieten müssen: "Das sind überzüchtete Ansprüche. Viel wichtiger ist Muße und mal nichts tun dürfen." Auch aus der Routine auszubrechen, sei für die Kinder oft schon ein Erlebnis: "Einfach mal woanders frühstücken gehen, ist eine schöne Abwechslung", sagte Scheuerer-Englisch. (dpa)



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