Von Tim Stinauer, 25.07.10, 15:20h, aktualisiert 26.07.10, 21:25h
Nach Angaben der Organisatoren hatten über den gesamten Samstag verteilt 1,4 Millionen Menschen an der Loveparade teilgenommen. Die abgeriegelte Partyzone war für etwa 300.000 Feiernde ausgelegt. Bei der Massenpanik in einer Unterführung am Eingang des Geländes kamen 19 Männer und Frauen zwischen 20 und 40 Jahren ums Leben, etwa 340 wurden verletzt. Unter den 19 Toten sind zwölf Männer und Frauen aus Deutschland. Die sieben ausländischen Opfer kamen aus den Niederlanden, Italien, China, Australien, Italien, Bosnien-Herzegowina und Spanien.
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Am Sonntag hat die Staatsanwaltschaft sämtliche Planungsunterlagen für die Technoparty beschlagnahmt. Zwei Strafanzeigen gingen bisher ein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, wer für die Massenpanik verantwortlich ist und ob das Sicherheitskonzept tauglich war.
Unterdessen regt sich auch innerhalb der Polizei heftiger Unmut über die Organisation der weltweit bekannten Technoparade. Zwei Kölner Einsatzhundertschaften waren bei der Veranstaltung im Einsatz, eine sogar unmittelbar an dem Tunnel, in dem die Panik losbrach. Einige der Beamten hatten das Gelände bereits vorige Woche erkundet und im Anschluss intern starke Bedenken geäußert. Eine Kollegin hätte ihm mitgeteilt, „heilfroh zu sein, wenn das hier zu Ende ist“, berichtete ein hochrangiger Polizist dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Als „unglaublich“ hätten erfahrene Hundertschaftsführer es schon im Vorfeld empfunden, dass für den Ein- und Ausgang des Geländes nur diese einzige, etwa 300 Meter lange Unterführung vorgesehen war.
Politiker wurden "in die Enge getrieben"
Die Toten seien Opfer „materieller Interessen eines Veranstalters, der unter dem Deckmäntelchen der Kulturhauptstadt 2010 Druck“ ausgeübt habe, erhob der Vize-Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Wolfgang Orscheschek, schwere Vorwürfe. Duisburger Stadtpolitiker seien „in die Enge getrieben“ worden, so dass sie trotz eindringlicher Warnungen aus dem Sicherheitsbereich nur »ja« sagen konnten.“ In letzter Konsequenz sei auch die Polizei weisungsgebunden. „Man nimmt unsere Vorschläge zur Kenntnis, aber ob und wie man sie umsetzt, liegt nicht bei uns.“ Duisburger Stadtpolitiker seien "in die Enge getrieben" worden, so dass sie trotz eindringlicher Warnungen aus dem Sicherheitsbereich nur "ja" sagen konnten.
Nach Informationen von "Spiegel online" belegt auch ein internes Verwaltungsdokument aus Duisburg deutliche Sicherheitslücken bei der Loveparade. Das Bauamt der Stadt habe dem Veranstalter demnach erlaubt, von der vorgeschriebenen Breite der Fluchtwege abzuweichen. Das von "Spiegel online" zitierte Schriftstück datiert vom 21. Juli.
Die Loveparade wird es nach Angaben des Veranstalters Rainer Schaller nicht mehr geben. 1989 in Berlin unter dem Motto "Friede, Freude, Eierkuchen" gegründet, fand das fröhliche Techno-Event seit 2007 im Ruhrgebiet statt. Im letzten Jahr fiel sie aus: Die Stadt Bochum hatte die Ausrichtung unter anderem aus Sicherheitsgründen abgesagt. (mit dpa, ddp)
Pressekonferenz: Stadtspitze lehnt Verantwortung ab
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Massenpanik: 19 Tote bei Loveparade 2010
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@ terror sommer
27.07.2010 | 14.32 Uhr | paperback writer
Aie schreiben (unter amderem): "Und wie kommen Sie auf die Idee, dass ich die Deppen- und Pseudomusik auf der anderen Seite des Spektrums, die…
Also ich glaube nicht...
27.07.2010 | 10.21 Uhr | BruderJakob
... das der Terror_Sommer in einer geschlossenen Anstalt sitzt. Ich befürchte, der läuft noch frei rum. Und das macht mir ehrlich gesagt ein bischen…
@paperback writer
27.07.2010 | 06.08 Uhr | Leseratte68
Sie dürfen der Person, die momentan als terror.sommer hier unterwegs ist getrost glauben, dass sie nichts für Volksmusik übrig hat. Diese wird…
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