Von Thorsten Moeck und Tim Stinauer, 26.07.10, 20:42h
„Freitagnachmittag lag sie noch nicht vor“, sagte ein Insider. Mitarbeiter der Stadtverwaltung sollen systematisch unter Druck gesetzt worden sein, um die Genehmigung abzunicken.
Polizei und Feuerwehr hatten schon vor Monaten erhebliche Sicherheitsbedenken geäußert. In einem Brief an den Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) hatte der Direktor der Berufsfeuerwehr im Oktober 2009 gewarnt, das Partygelände am alten Güterbahnhof sei „physikalisch nicht geeignet“ für eine Veranstaltung dieser Dimension.
Die Kölner Polizei hat aus Neutralitätsgründen inzwischen die Ermittlungen zur Unglücksursache übernommen. „Die Untersuchungen werden nach wie vor von der Staatsanwaltschaft Duisburg geleitet. Wir haben eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe eingesetzt“, sagte Oberstaatsanwalt Rolf Haferkamp.
Zudem wurde bekannt, dass nicht nur der frühere Bochumer Polizeipräsident Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung gestellt hat, sondern auch ein Beamter der Duisburger Berufsfeuerwehr. Auf dem Online-Weg gingen zudem zahlreiche Strafanzeigen von Loveparade-Besuchern gegen Polizisten wegen unterlassener Hilfeleistung ein.
Laut Bauaufsichtsamt bietet die Fläche Platz für maximal 250.000 Besucher. Der Veranstalter rechnete laut internen Unterlagen schon allein mit „weit mehr als 300.000“ Menschen. Die Polizeiführung gab an ihre Einsatzkräfte weiter, es müsse nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre in Essen (1,2 Millionen Besucher) und Dortmund (1,6 Millionen) auch in Duisburg mit mindestens einer Million Ravern gerechnet werden.
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Frage: Sind da zur Überzeugung...
27.07.2010 | 07.36 Uhr | michaschreibt
...nicht auch Bestechungsgelder geflossen? Fest steht, die Veranstaltung hätte entweder nie genehmigt werden dürfen oder aber, man hätte zwischen…
@Terror Sommer
27.07.2010 | 06.53 Uhr | Tesserakt
In Bochum ist die LP letztes Jahr abgesagt worden.
Kapazitäts-Berechnungen nicht anwendbar
27.07.2010 | 01.23 Uhr | wtrusc
Gruselig die Vorstellung, es hätte geregnet: von allen Seiten strömen Menschen in den Tunnel. Tausende drücken auf die in der Tunnel-Mitte Stehenden.…
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