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Gastarbeiter

Brüderle lockt mit Begrüßungsgeld

Erstellt 30.07.10, 10:01h, aktualisiert 30.07.10, 10:06h

Mit einer „Lockprämie“ will Rainer Brüderle Fachkräfte aus dem Ausland für Deutschland begeistern. Das Begrüßungsgeld soll allerdings nicht der Staat zahlen, sondern die Unternehmen selbst. Die CDU hat bereits Unterstützung signalisiert.

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Spricht sich für eine "Lockprämie" für Fachkräfte aus dem Ausland aus: Wirtschaftsminister Brüderle. (Bild: dpa)
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Spricht sich für eine "Lockprämie" für Fachkräfte aus dem Ausland aus: Wirtschaftsminister Brüderle. (Bild: dpa)
BERLIN - Nach Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) setzt sich auch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) für Erleichterungen beim Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland nach Deutschland ein. "Das Thema, wie Deutschland für ausländische Fachkräfte endlich attraktiv wird, steht ganz oben auf meiner Agenda", sagte Brüderle dem "Handelsblatt" vom Freitag. Deutschland habe hier einen enormen Nachholbedarf. Der Fachkräftemangel werde in den nächsten Jahren zu einem wirtschaftlichen Schlüsselproblem werden, das noch umso drängender werde, je länger der Aufschwung andauere. Brüderle kündigte eine "Fachkräfte-Initiative" an. Im Rahmen dessen plant er demnächst ein Treffen mit Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern zu dem Thema.

Nötig sei ein Gesamtkonzept, um mehr qualifizierte ausländische Arbeitnehmer für Deutschland zu gewinnen. Eine "Lockprämie", ein Begrüßungsgeld für solche Fachkräfte hält Brüderle für denkbar, wenn das von den betreffenden Firmen mit dringendem Bedarf an Experten bezahlt wird. "Ich halte es aber für ausgeschlossen, dass der Bund mit Steuergeldern Fachkräften aus dem Ausland den Weg nach Deutschland versüßt", sagte er. Auch die Absenkung der Einkommensschwelle für den Zuzug von Ausländern sei ein Ansatzpunkt.

Schavan hatte erklärt, sie könne sich langfristig vorstellen, dass die Einkommensgrenze für den Zuzug von Ausländern ganz falle. Die CDU-Ministerin hatte auch für erleichterte Visa-Verfahren für ausländische Spezialisten und einen leichteren Nachzug der Familien von ausländischen Experten plädiert, die nach Deutschland kommen. Dafür hatte sie allerdings Kritik von Unions-Innenpolitikern geerntet. (rtr)



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