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US-Friedhof Arlington

Chaos auf dem Gottesacker

Erstellt 30.07.10, 10:18h

Auf dem US-Militärfriedhof Arlington haben Hinterbliebene möglichlicherweise jahrelang an der falschen Ruhestätte getrauert. Offenbar wurden Gräber falsch gekennzeichnet. Das Weiße Haus nennt die Vorgänge „schockierend“.

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Für die Amerikaner ein Heiligtum: Der Militärfriedhof Arlington. (Bild: afp)
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Für die Amerikaner ein Heiligtum: Der Militärfriedhof Arlington. (Bild: afp)
WASHINGTON - Auf dem US-Militärfriedhof Arlington sind tausende Gräber falsch gekennzeichnet worden. Dies geht aus einem Bericht des Senats hervor, der am Donnerstag in Washington veröffentlicht wurde. Bis zu 6600 Gräber seien "gar nicht, ungenügend oder falsch gekennzeichnet" heißt es in dem Bericht des Heimatschutz-Ausschusses. In der Verwaltung der letzten Ruhestätte für getötete Soldaten seien "Millionen Dollar verschwendet worden". Es gebe dort "immer noch kein automatisches System, um Gräber zu orten und Bestattungen zu organisieren".

Der Sprecher des Weißen Hauses Robert Gibbs nannte die Vorgänge "schockierend" und "nicht hinnehmbar". "Der Arlington-Friedhof ist heiliger Boden und Ruhestätte für diejenigen, die diesem Land tapfer gedient haben, sie verdienen eine bessere Behandlung." In Arlington sind neben getöteten Soldaten auch zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten der US-Geschichte beerdigt, darunter der ermordete Präsident John F. Kennedy und viele Richter vom Obersten Gerichtshof. Insgesamt gibt es dort hunderttausende Gräber. Der Senatsausschuss hatte Arlington ins Visier genommen, nachdem ein Bericht des US-Heeres auf mehrere Pannen aufmerksam gemacht hatte. Der Chef des Friedhofs, John Meltzer, trat mittlerweile zurück. (afp)



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