Erstellt 30.07.10, 14:12h, aktualisiert 30.07.10, 14:20h
Einzelheiten zur Schwere der Vergiftung wurden zunächst nicht bekannt. Ein mobiles Labor sei in die Botschaft gebracht worden, um mögliche giftige Substanzen zu untersuchen, erklärte die Polizei weiter. Da es sich um ein Gebäude des US-Regierung handele, seien nur US-Sprecher zu näheren Angaben befugt. Die US-Botschaft teilte mit, das Gebäude sei nicht evakuiert worden. Weitere Stellungnahmen lehnte sie ab.
In den vergangenen Jahren war wiederholt auch in Botschaften Terroralarm ausgelöst worden, weil angeblich der tödliche Milzbrand-Erreger per Post an US-Stellen verschickt wurde. In den USA waren 2001 fünf Menschen durch Milzbrand-verseuchte Briefe gestorben. Als einziger Verantwortlicher wurde ein Wissenschaftler, ein früherer Biowaffen-Experte der US-Regierung, von der Justiz benannt.
Die Milzbrand-Attacken hatten die USA kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wochenlang in Atem gehalten und die Sorge genährt, radikalislamische Terrorgruppen wie El Kaida könnten mit biologischen Waffen ausgerüstet sein. (rtr, afp)
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