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Paris

Giftbriefe an die US-Botschaft

Erstellt 30.07.10, 14:12h, aktualisiert 30.07.10, 14:20h

Unbekannte haben vergiftete Briefe an die amerikanische Botschaft in Paris geschickt. Die Polizei teilte mit, drei Mitarbeiter der Vertretung würden nach dem Öffnen der Post ärztlich behandelt. Zur Schwere der Vergiftung wurde zunächst nichts bekannt.

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Paris von oben. (Bild: Archiv)
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Paris von oben. (Bild: Archiv)
PARIS - In der US-Botschaft in Paris ist wegen einer womöglich giftigen Substanz in der Post am Freitag Alarm ausgelöst worden. Die Polizei teilte am Freitag in der französischen Hauptstadt mit, drei Mitarbeiter der Vertretung würden nach dem Öffnen der Post wegen einer Vergiftung behandelt.

Einzelheiten zur Schwere der Vergiftung wurden zunächst nicht bekannt. Ein mobiles Labor sei in die Botschaft gebracht worden, um mögliche giftige Substanzen zu untersuchen, erklärte die Polizei weiter. Da es sich um ein Gebäude des US-Regierung handele, seien nur US-Sprecher zu näheren Angaben befugt. Die US-Botschaft teilte mit, das Gebäude sei nicht evakuiert worden. Weitere Stellungnahmen lehnte sie ab.

In den vergangenen Jahren war wiederholt auch in Botschaften Terroralarm ausgelöst worden, weil angeblich der tödliche Milzbrand-Erreger per Post an US-Stellen verschickt wurde. In den USA waren 2001 fünf Menschen durch Milzbrand-verseuchte Briefe gestorben. Als einziger Verantwortlicher wurde ein Wissenschaftler, ein früherer Biowaffen-Experte der US-Regierung, von der Justiz benannt.

Die Milzbrand-Attacken hatten die USA kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wochenlang in Atem gehalten und die Sorge genährt, radikalislamische Terrorgruppen wie El Kaida könnten mit biologischen Waffen ausgerüstet sein. (rtr, afp)



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