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Konservative

CDU fürchtet rechte Konkurrenz

Von Markus Decker, 26.07.10, 22:44h, aktualisiert 27.07.10, 15:22h

Droht der CDU von rechts dasselbe, was die SPD mit der Linken von links erlebte? Demoskopen sehen Potenzial für eine rechte Konkurrenz zu den Konservativen – CDU-Politiker sehen die Entwicklung mit Sorge und fordern mehr Populismus.

Merkel
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Unter Angela Merkel hat die CDU Teile ihre konservativen Klientel verprellt. (Bild: ddp)
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Unter Angela Merkel hat die CDU Teile ihre konservativen Klientel verprellt. (Bild: ddp)
BERLIN - Der frühere Bundesgeschäftsführer der CDU, Peter Radunski, hat seine Partei vor weiterer Auszehrung und dem Entstehen einer rechtspopulistischen Partei gewarnt. „Wir verlieren immer mehr an die Nicht-Wähler, die beileibe nicht mehr nur aus dem Prekariat kommen“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Auch die CSU deckt nicht mehr alles ab. Ich hätte Angst vor einem Trio aus Thilo Sarrazin, Wolfgang Clement und Friedrich Merz; die würden auf Anhieb 15 Prozent holen. Auch deshalb würde ich bei uns einen ausdrücklich mit Populismus beauftragen. Mobilisierung ohne Emotionen ist nicht möglich.“

Radunski lobte, Angela Merkel mache „ihre Sache als Kanzlerin gut“. Allerdings kämen für sie „erst die Medien und dann die Partei. Es kann im Übrigen nicht sein, dass der gesamte kulturelle Hintergrund der CDU auf eine Person projiziert wird. Man muss die Partei wieder zum Diskutieren bringen; das kann sie im Moment nicht.“

Emnid: Vom CDU- zum Nichtwähler

Bereits am Wochenende hatte der Chef des Meinungsforschungsinstitutes Emnid, Klaus-Peter Schöppner, in der „Bild am Sonntag“ geschrieben: „Ausgerechnet die treuesten Unions-Wähler strömen derzeit in Scharen zu den Nichtwählern.“ Eine Partei der christlich geprägten Konservativen, die Wirtschaft mit Werten verbinde, könnte sofort 20 Prozent gewinnen.

Der Leiter der Emnid-Konkurrenz Forsa, Manfred Güllner, warf Schöppner im „Kölner Stadt-Anzeiger“ nun vor, „oberflächlich“ zu argumentieren. Denn das bürgerlich-liberale und das rechtskonservative Milieu passten nicht zusammen. Die SPD leide ebenfalls an Auszehrung. Güllner mahnte außerdem, die CDU werde „zu grün“, und betonte: „Das Potenzial für einen deutschen Haider liegt parteiübergreifend zwischen zehn und 15 Prozent.“



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