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Urlaubsbilder

Ausrüstung für das perfekte Foto

Von Dirk Böttger, 29.07.10, 21:01h

Die meiste Zeit des Jahres wird die Kamera nur wenig benutzt. Im Urlaub wird sie plötzlich zum ständigen Begleiter. ksta.de erklärt, worauf Sie vor der Reise achten müssen und was in die Fototasche gehört.

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Mit einem Polfilter werden die Kontraste schärfer, auch bei Gegenlicht. (Bild: Böttger)
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Mit einem Polfilter werden die Kontraste schärfer, auch bei Gegenlicht. (Bild: Böttger)
Bevor die Ferien beginnen, sollten Kamera und Ausrüstung auf ihre Reisetauglichkeit geprüft werden. Wir sagen, worauf Sie achten sollten.

Akkus und Batterien

Oft wird die Kamera erst zum Sommerurlaub aus dem Winterschlaf geholt - das macht zu allererst eine Überprüfung von Batterien und Akkus nötig. Generell sollten ein Ersatzakku oder Ersatzbatterien mit in die Fototasche. Die teilweise sehr speziellen Akkus gibt es, anders als Batterien, nicht überall. Für das Ladegerät muss der für das jeweilige Reiseland passende Adapter für die Steckdose mit.

Datenspeicherung

Ein weiteres Problem, das sich aus der Menge der gemachten Fotos ergibt, ist die Frage: wohin mit den Bilddaten? Nicht jeder möchte sich zusätzlich mit einem Laptop belasten. Eine Alternative sind mobile Datenspeicher beispielsweise von Epson, Vosonic oder Nexto. Diese kompakten Festplatten mit Kartenlesegerät gibt es auch mit Monitor für eine erste Kontrolle der Bilddaten. Die Preise für Basismodelle beginnen bei ca. 190 Euro. Etwas günstiger kommt da der Kauf einer weiteren Speicherkarte. Derzeit werden Kapazitäten bis 64 Gigabyte angeboten.

Schutzgehäuse

Feinkörniger Sand, Schmutz und Wasser zählen zu den natürlichen Feinden der Digitalkamera. Wer also einen Strand- oder Aktivurlaub mit der Kamera plant, der sollte auch an den Schutz der Ausrüstung denken. Spezielle Unterwassergehäuse, die fast jeder Kompaktkamerahersteller im Programm hat, leisten nicht nur in der Brandung gute Dienste, sondern schützen auch an Land vor herumwirbelndem Dreck und Sand. Individuelle Regencapes für Digitalkameras aller Größen bieten Hersteller wie Aquapac, Kata, Dicapac oder Ewa-Marine. Je nach Modell können diese Plastiküberstreifer auch mit ins Wasser genommen werden. Wer seine Ausrüstung mit auf Tauchgang nehmen möchte, der benötigt für seine Kamera maßgefertigte Unterwassergehäuse, wie sie Ikelite, Nimar, Seacam, Sealux, Subal, BS Kinetics oder UK Germany anbieten. Oder man setzt direkt auf eine „unkaputtbare“ kompakte Digitalkamera, die wasserdicht und stoßfest ist.

Datentresore

Optimalen Schutz für die wertvollen Urlaubsfotos - besser gesagt: die Speicherkarten, auf denen sich die Bilddaten befinden - bieten spezielle „Datentresore“ wie der Card Save von Gepe. Diese aus bruchfestem Kunststoff gefertige Aufbewahrungsbox nimmt bis zu vier Speicherkarten der Typen CompactFlash, MMC, SD oder Memorystick auf und schützt diese vor äußeren Einflüssen wie Staub oder Feuchtigkeit. Die „Extreme“-Variante ist sogar bis zu einem Meter wasserdicht.

Diebstahlschutz

Diebstahlsichere Kamerataschen, Edelstahlnetze, die über die Ausrüstung gespannt werden können und spezielle Kameragurte sollen Dieben die Arbeit erschweren. Bei den Kamerataschen von Pacsafe wurde ein Stahlnetz eingearbeitet, das ein Aufschneiden der Tasche verhindert. Außerdem kann die Tasche mit einem Edelstahl-Sicherungsseil „angeleint“ werden. Stahlnetze und Sicherungsseile sind auch separat erhältlich und können quasi mit jeder Fototasche kombiniert werden.

Kameragurt

Eine weitere clevere Lösung, nicht nur gegen Diebstahl sondern auch für einen erhöhten Tragekomfort, stellt der Sun-Sniper-Strap dar. Die Besonderheit dieses gefederten Kameragurtes liegt darin, dass dieser diagonal getragen wird. Somit baumelt die Kamera nicht mit ihrem ganzen Gewicht am Hals, sondern liegt seitlich an der Hüfte an. Dort ist sie mit einem Griff erreichbar und die Hand liegt direkt am Auslöser.

Objektivschutz

Während die meisten Kompaktkameras ihr Objektiv beim Abschalten der Kamera zum Schutz ins Gehäuse ziehen, sollten sich Nutzer einer Spiegelreflex- oder Systemkamera auch Gedanken über den Schutz der Linse machen. Eine Gegenlichtblende macht sich nicht nur bei Gegenlichtaufnahmen bezahlt, indem Reflexionen verhindert werden, sondern sie schützt auch die Frontlinse vor Kratzern, wenn das Objektiv abgelegt wird.

Einschraubfilter

Ebenfalls zum Schutz der Frontlinse eignen sich verschiedene Einschraubfilter. Es gibt spezielle Schutzfilter, die die optische Leistung des Objektives nicht beeinflussen. Es können aber auch so genannte UV-Sperrfilter oder Skylight-Filter verwendet werden, die auf der einen Seite zwar den Strahlengang des Lichtes beeinflussen und somit zu einer minimalen Verschlechterung der Objektivleistung führen, auf der anderen Seite aber die Farben im Bild verbessern, da diese Filter den UV-Anteil des Lichtes aussperren. Der Skyfilter verhindert zudem einen Blaustich im Bild, wie er bei Aufnahmen zur Mittagszeit im Gebirge oder am Meer entstehen kann. Noch besser ist ein zirkularer Polfilter zur Kontraststeigerung und damit zu einer Verbesserung der Farbwiedergabe geeignet. Das Himmelblau wird verstärkt und Farben deutlich intensiviert. Auch Spiegelungen können minimiert werden. Die Wirkung von Polfiltern kann mit keiner Software erreicht werden. Gleiches gilt für Grauverlaufsfilter. Dieser dunkelt bei einer Landschaftsaufnahme den oberen Bildteil, also den Himmel ab und sorgt dafür, dass dieser nicht wie so oft auf Urlaubsfotos zu sehen, als weiße Fläche wiedergegeben wird.

Objektiv-Reinigung

Auch wenn man noch so sorgfältig arbeitet: Fingerabdrücke, Staub oder auch mal ein Wassertropfen auf der Optik lassen sich kaum vermeiden. In jede Fotoreisetasche gehört deshalb ein Mikrofasertuch zum Reinigen der Linse sowie ein Pinsel mit Blasebalg, um Fusseln und Staub zu entfernen. Bei hartnäckigeren Verschmutzungen wie Fingerabdrücken wird zusätzlich noch eine Objektiv-Reinigungsflüssigkeit benötigt. Als praktisch erweist sich auch ein Multifunktionswerkzeug im Taschenformat. Dieses beinhaltet die verschiedensten Werkzeuge und unter anderem oft auch ein Messer, weswegen es bei Flugreisen in den Koffer und nicht in das Handgepäck gehört.

Kameratasche

Wer noch eine neue Kameratasche für den Urlaub benötigt, der sollte einen Blick auf die so genannten Sling-Shot-Modelle der Firmen Lowepro, Vanguard, Tamrac oder Kata werfen. Diese verbinden die Vorteile einer schnell zugänglichen Schultertasche mit dem Tragekomfort eines Rucksacks. Die in verschiedenen Größen erhältlichen Taschen werden in der Regel mit einem diagonalen Gurt auf dem Rücken getragen. Mit einem Handgriff lässt sich die Tasche nach vorne ziehen und man erhält so Zugriff auf das Seitenfach in dem die Kamera verstaut ist. Ein Absetzen der Tasche ist also nicht nötig.



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