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Venloer Strasse

Sehnsucht nach neuen Bäumen

Von Heribert Rösgen, 28.07.10, 13:47h

Die Sanierung der Venloer Straße geht voran, aber noch für eine ganze Weile wird die Hauptverkehrsader eine Baustelle bleiben - im November sollen die Arbeiten beendet sein. Mitte August findet ein Straßenfest statt.

Venloer Strasse
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Baustelle Venloer Strasse (Bild: Rösgen)
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Baustelle Venloer Strasse (Bild: Rösgen)
Ehrenfeld - „Brummen“ soll es bald wieder auf der Venloer Straße. Viele Besucher und Kunden wünschen sich die Organisatoren für das bevorstehende Straßenfest und natürlich auch danach, wenn voraussichtlich im November die Arbeiten zur Umgestaltung der Straße beendet sind. Was das „Brummen“ angeht, die Biene auf dem Veranstaltungsplakat zum nächsten Straßenfest ist bereits fleißig dabei. Mit einem Tiermotiv in satten Farben schuf Künstlerin Karen Betty Tobias einen Blickfang, mit dem zurzeit in den Geschäften und auf Litfass-Säulen für das zweitägige Fest am 14. und 15. August geworben wird. Mit dem Bild aus der Natur will die in Weiden lebende Malerin „einen Kontrast zum momentanen Zustand auf der Venloer Straße bieten“. Gut Lachen hat sie dabei, denn ihre Arbeit wurde mit 1000 Euro vom „Kunstverein Kultur Köln 30“ und der Interessengemeinschaft Ehrenfeld belohnt. Zum neunten Mal hatten die Vereine Künstler um Bewerbungen gebeten.

Das Brummen auf der Straße kommt jedoch in diesen Tagen eher von den Baggern und Baufahrzeugen. Im Übrigen ist der Verkehr stark eingeschränkt, da die Straße zurzeit Einbahnstraße ist wegen der Sanierungsarbeiten. Manchen Passanten kommt es vor, als sei die gesamte Straße eine einzige Baustelle. Für die Sanierung der Straße zwischen Ehrenfeldgürtel und Piusstraße wird an mehreren Stellen gleichzeitig gebuddelt und gepflastert.

In einigen Abschnitten sind die Fahrbahn, Gehwege und die Parktaschen allerdings schon fertig. Die meisten der Bäume wurden entfernt, der Ersatz wurde aber noch nicht eingepflanzt. Der Inhaber des Reformhauses Dahmen hat deshalb einen Pflanztrog mit bunter Blumenpracht vor sein Geschäft gestellt. Genau dort, wo einmal ein Baum gesetzt werden soll. „Das ist nur eine Übergangslösung. Aber wenn hier wieder ein Baum steht, machen wir ein kleines Gärtchen aus dem Beet drumherum“. verspricht Wolfgang Dahmen. Dass der Straßenumbau notwendig ist, steht für ihn außer Zweifel, zu oft habe er mit angesehen, wie Passanten auf dem holprigen Belag des Gehweges stürzten und sich dabei verletzten. Für die Unebenheiten war das Wurzelwachstum der Platanen schuld, für das man im Untergrund zu wenig Platz gelassen hatte. Die Sanierung soll hier Abhilfe schaffen. Bald werden hier Gleditschien wachsen.

Auch der Straßenbelag wird stellenweise ganz erneuert. Anwohner Helge Herrmann kritisiert, dass in Kreuzungsbereichen von Asphalt auf Betonpflaster gewechselt wird. Wenn Autos mit hoher Geschwindigkeit darüber fahren, werde es richtig laut. „Das mag zwar gut aussehen, ist aber akustisch die schlechteste Lösung“, meint er.

„Lösungen für das Straßenfest Mitte August werden erst kurz vor dem Fest festgelegt“, erklärt derweil Wilhelm von der Gathen, Organisator des Spektakels mit Fahrgeschäften, Imbisswagen, Verkaufsständen und Aktionsbühnen. „Es wäre zu früh, jetzt schon einen Plan anzufertigen, denn die Bauarbeiten verändern die Straße ja täglich“, sagt von der Gathen. Allzu große Beeinträchtigungen für das Fest erwartet er jedoch nicht. „Nur das Flair wird ein anderes sein, da wir in diesem Jahr keine Bäume an der Straße haben“, sagt von der Gathen. „Die gehören aber auf eine Straße“, outet er sich als erfahrener Grün-Liebhaber. Beim Sülzer Carrée-Fest sei die Sülzburgstraße bei den Besuchern stets beliebter als die baumlose Berrenrather Straße.



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