Von Christiane Mitatselis, 28.07.10, 21:02h, aktualisiert 28.07.10, 21:03h
Allerdings wird die „Corrida de Toros“ so schnell nicht aus Spanien verschwinden. In Katalonien, das traditionell mehr mit der mitteleuropäischen als der zentralspanischen, kastilischen Kultur verbunden ist, gibt es nur wenige Stierkämpfe. Deshalb fällt den Katalanen der Abschied auch leicht. Anders sieht es etwa in Madrid oder Sevilla aus. Dort finden die wichtigsten „Corridas“ statt, die Toreros werden oft wie Popstars gefeiert.
Dass die Entscheidung in Katalonien aber Spaniens sozialdemokratische Regierung motivieren könnte, in der näheren Zukunft ein landesweites „Corrida“-Verbot zu verhängen, ist unwahrscheinlich. Zwar lehnen viele fortschrittliche Politiker den Stierkampf ab. Die Empörung konservativer Kreise, denen die Befürworter mehrheitlich angehören, ist aber jetzt schon enorm. Sie stilisieren das „Corrida“-Verbot theatralisch zu einem Einschnitt in die Freiheit der Bürger. In der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte, die Spanien gerade durchlebt, wird sich die Regierung nicht auch noch ein Stierkampf-Problem aufhalsen wollen.
Was ist das für eine Tradition...
29.07.2010 | 11.58 Uhr | Bertha
... Stiere vor einem Massenpublikum zu quälen? Endlich ist zumindest in Katalonien Schluss damit.
Aber auch bei uns bleibt noch viel zu tun, um der…
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