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Hospiz

Hilfe bei Tod und Trauer

Von Britta Havlicek, 30.07.10, 09:42h

Seit vier Jahren gibt es das Haus Erftaue in Frauenthal. Das stationäre Hospiz wird von der Hospizgesellschaft im Rhein-Erft-Kreis und der Stiftung Marien-Hospital betrieben. Die ehrenamtlichen Helfer erleben jede Menge.

Team der Hospizgesellschaft
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Das Team der Hospizgesellschaft freut sich auf neue Ehrenamtler: Birgit Mertens, Wilhelm Baier, Gisela Schoppwinkel und Andrea Müller (v.l.)
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Das Team der Hospizgesellschaft freut sich auf neue Ehrenamtler: Birgit Mertens, Wilhelm Baier, Gisela Schoppwinkel und Andrea Müller (v.l.)
Erftstadt-Frauenthal - Ein Grillabend im Haus Erftaue hatte für viel Freude gesorgt: bei den Gästen wie auch bei den Ehrenamtlern, die die Würstchen gewendet haben. „Das müssen wir nächste Woche unbedingt wieder machen“, hieß es von den Gästen. Doch schon wenige Tage später war der Plan leider vom Tisch. Denn von den acht Gästen des Hauses waren bereits vier gestorben. „Solche Erlebnisse nehmen uns alle mit“, sagt Birgit Mertens.

Die Diplompsychologin arbeitet in dem stationären Hospiz in Frauenthal, das seit vier Jahren von der Hospizgesellschaft im Rhein-Erft-Kreis (einem Zusammenschluss der acht Hospizvereine im Kreis) und der Stiftung Marien-Hospital betrieben wird. Gerade die Ehrenamtler brauchten nach einer gewissen Zeit des Dienstes, in dem sie die Menschen im Haus in ihrer letzten Lebensphase begleiten, eine Auszeit. Um aber den Betrieb und die freundliche Betreuung der Gäste - über die fachliche Pflege hinaus - sicherzustellen, müsste der Pool an Ehrenamtlern erweitert werden.

In den acht Hospizvereinen des Kreises sind von den fast 1900 Mitgliedern 370 ehrenamtlich tätig. 2009 haben sie mehr als 350 Menschen in ihrer letzten Lebensphase und mehr als 220 während ihrer Trauerphase begleitet. Die Zahlen steigen stetig, so dass die Ehrenamtler, die die ambulanten Dienste in den einzelnen Hospizvereinen übernehmen, kaum noch für den Dienst in Haus Erftaue eingesetzt werden können. Und deswegen soll nun eine neue Gruppe von Ehrenamtlern gegründet werden, die sich in dem stationären Hospiz in Frauenthal engagieren.

„Zumal die Art der Begleitung doch unterschiedlich ist“, erklärt Gisela Schoppwinkel, die für die Ausbildung der ehrenamtlichen Hospizmitarbeiter zuständig ist. „Im stationären Hospiz sind die Ehrenamtler in den Pflegeplan eingefügt, sie arbeiten gemeinsam mit Ärzten und Pflegern.“ In erster Linie kommt es auf eine qualifizierte psychosoziale Begleitung der Gäste und der Angehörigen an. Aber auch Frühstück oder Abendbrot zu servieren gehört dazu - je nach Schicht. Ehrenamtsdienst kann im Haus Erftaue ebenso an der Rezeption verrichtet werden. Dort werden Besucher willkommen geheißen, und man ist Kommunikationsmittelpunkt - entweder vormittags für zwei Stunden oder nachmittags für drei Stunden. „Und es ist auch egal, ob ein Ehrenamtler an einem festen Tag in der Woche oder im Monat für zwei Stunden kommt“, sagt der ehrenamtliche Geschäftsführer Wilhelm Baier.

Natürlich werden die Ehrenamtler vorab geschult. Derzeit besteht das Team im Haus Erftaue aus Baier, Schoppwinkel, Mertens und Andrea Müller als Verwaltungsfachkraft und aus 15 Personen, die von den acht ambulanten Hospizvereinen freigestellt sind. Wegen der hohen Belegungsquote des stationären Hospizes - die Quote liegt seit einem halben Jahr bei fast 95 Prozent - braucht Haus Erftaue aber mindestens 30 Ehrenamtler.

Wer mitmachen möchte, bekommt nähere Informationen bei Birgit Mertens unter 02235 / 404693.



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