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Foto-Ausstellung

Erotischer Blick auf Sportler in Aktion

Von Claudia Hauser, 02.08.10, 18:39h, aktualisiert 03.08.10, 18:39h

Zwei Ringer beim Bodenkampf, ein erschöpfter Schwimmer und Fußballgott Pelé mit freiem Oberkörper: Im Sport gibt es viele nette Anblicke. Einige davon sind in der Fotoschau „Homo Eroticon“ zu sehen, die Teil der Ausstellung „Move it!“ im Alten Pfandhaus ist.

Ausstellung 'Homo Eroticon'
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Die Foto-Installation „Homo Eroticon“ von Stephan Brenn. (Repro: Worring)
Ausstellung 'Homo Eroticon'
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Die Foto-Installation „Homo Eroticon“ von Stephan Brenn. (Repro: Worring)
Südstadt - Zwei Ringer liegen eng umschlungen auf dem Boden und blicken sich an, ein Schwimmer taucht keuchend aus dem Wasser auf und Fußballgott Pelé kickt mit freiem Oberkörper lässig gegen einen Ball. Einzeln betrachtet zeigen die Fotos Sportler in Aktion. Als Sammlung offenbaren sie einen homoerotischen Blick. Jemand hat sich sehr viel Mühe mit der Auswahl gegeben - die Bilder wurden in den 60er Jahren aus Zeitungen und Magazinen ausgeschnitten. Der Künstler Stephan Brenn hat sie auf einem Trödelmarkt entdeckt.

Die Fotoinstallation „Homo Eroticon“ ist Teil der Ausstellung „Move it!“ im Alten Pfandhaus. In einer weltweiten Ausschreibung wurden Künstler eingeladen, sich mit der Idee von „Move it!“ auseinander zu setzen. Aus 120 Bewerbungen wurden 40 Werke ausgewählt - einer der Künstler, Paul Squassoni, stammt von Hawaii, Scott Elk ist Australier. „Sie sollten sich dabei nicht auf den Sport fixieren - es geht auch um geistige Beweglichkeit“, sagt Jürgen Bahr, einer der Kuratoren. Völlig unbeweglich wirkt das Strichmännchen des Künstlers Rolf Jahn - „Vor dem Start“ steht es leicht gebückt, lässt die Arme hängen und scheint ganz unglücklich zu sein. Walter Bruno Brix' „Turmspringerhosen“ aus Polyester zeigen dagegen die gestreckten Körper der Sportler im freien Fall - gestickt auf dem Hosenbein.

Auch eine Eieruhr kann mal stehen bleiben, wenn man sie nicht bewegt: Julia Eltner hat sie quer auf ein Regal gelegt, der weiße Quarzsand bleibt also da, wo er ist und die Eieruhr wird zur Stoppuhr - im Wortsinne. Gaby Ludwig zeigt einen politischen Aspekt der Gay Games: Auf einem pinkfarbenen Siegertreppchen liegt zusammengerollt und auf feinem Büttenpapier geschrieben die Erklärung der Menschenrechte.

Die Ausstellung im Alten Pfandhaus, Kartäuserwall 20, läuft bis Samstag, 7. August. Sie ist täglich zwischen 12 und 20 Uhr geöffnet.



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