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Investor

Markthalle auf dem Helios-Gelände

Von Peter Berger und Helmut Frangenberg, 03.08.10, 17:44h, aktualisiert 15.09.11, 07:13h

Was wird aus dem Helios-Gelände in Ehrenfeld? Der Eigentümer des Areals will ein Konzept vorlegen, dass sich mit dem Stadtteil verträgt. Herzstück könnte die zu einer Markthalle umgestaltete Rheinlandhalle sein.

Rheinlandhalle
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Aus der Rheinlandhalle könnte eine Markthalle werden. Über die Zukunft des Helios-Geländes in Ehrenfeld muss die Politik nach der Sommerpause entscheiden. (Bild: Frank Steinbach)
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Aus der Rheinlandhalle könnte eine Markthalle werden. Über die Zukunft des Helios-Geländes in Ehrenfeld muss die Politik nach der Sommerpause entscheiden. (Bild: Frank Steinbach)
Köln - Bericht vom 3.8.2011

Wie sieht die Zukunft des Helios-Geländes in Ehrenfeld aus? Der Eigentümer des Areals, eine gemeinsame Grundstücksgesellschaft der Bauwens-Unternehmensgruppe und der Management für Immobilien AG (MFI), erwartet von der Politik im Herbst eine Entscheidung über die Frage, wie viel Einzelhandel auf dem Gelände zugelassen wird. MFI hat auch die Köln Arcaden in Kalk entwickelt.

Es gehe in Ehrenfeld nicht um den Bau eines Einkaufszentrums nach dem Vorbild der Arcaden, sondern um ein Konzept, das sich mit dem Stadtteil vertrage und städtebaulich so attraktiv sei, „dass es auch in 50 Jahren noch lebenswert ist“, sagte Paul Bauwens-Adenauer im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Uns schwebt eine Industrie-Architektur vor, die die vorhandenen Formen aufnimmt und eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Da darf kein städtebaulicher Murks entstehen“.

Herzstück des neuen Areals könnte die zu einer Markthalle umgestaltete Rheinlandhalle sein. Aus Sicht der Investoren sind Einzelhandelsflächen in einer Größenordnung von 20 000 Quadratmetern erforderlich, „darunter lohnt es sich einfach nicht“. Eine Markthalle mit Frischwaren nach dem Vorbild von Stuttgart oder Frankfurt lasse sich allein nicht kostendeckend betreiben. Es gebe bereits einen Interessenten, „aber dazu muss das Gesamtkonzept stimmen“.

Für Bauwens-Adenauer biete das Gelände gute Chancen und werde den Handel auf angrenzenden Venloer Straße nicht weiter schwächen. „Wir haben MFI ins Boot geholt, weil wir keine Experten in der Entwicklung von Einkaufszentren sind“. Rund die Hälfte das Warenangebots werde aus Marken-Textilien bestehen, „alles Angebote, die es auf der Venloer Straße so nicht mehr gibt.“ Bauwens räumte ein, dass es beim Warensortiment natürlich auch Überschneidungen geben könne. „Die lassen sich nie ganz ausschließen. Natürlich braucht man in einem solchen Einkaufsviertel auch einen Drogeriemarkt oder auch eine Buchhandlung.“

Die Politiker müssten sich bei ihrer Entscheidung auch die Frage nach Alternativen für das Gelände stellen. Wohnungsbau komme höchstens als Ergänzung in Frage, „allein schon wegen der Lärm-Emissionen“. Sollte das Helios-Gelände zu einem neuen Einkaufsquartier werden, müsse dessen Qualität so hoch sein, dass es auch auswärtige Besucher anziehe. Allein durch die Nahversorgung könne sich so ein Gebiet nicht rechnen. Der von der Bürgerinitiative Helios-Gelände in Gespräch gebrachte Bürgerpark sei aus Sicht der Investoren keine Alternative. Sollte sich die Politik mit dieser Idee anfreunden, müsse sie die Grundstücke erwerben. „Man muss sich auch von der Vorstellung verabschieden, als könne man mit der Entwicklung dieses Areals sämtliche Probleme Ehrenfelds lösen.“

Man erwarte eine Entscheidung, um Planungssicherheit zu haben. „Wir können erst ein Konzept entwickeln und einen Architektenwettbewerb ins Leben rufen. Allein das werde ein Jahr in Anspruch nehmen, so dass mit einem Baubeginn frühestens Mitte 2012 zu rechnen sei. Als Bauzeit müsse man zwei Jahre veranschlagen. Das gesamte Investment schätzt die Unternehmensgruppe auf 150 Millionen Euro, „die wir natürlich nicht stemmen werden“.

Die Bauwens-Gruppe will ihre Pläne für das Gelände nach der Sommerpause im September in der Bezirksvertretung Ehrenfeld vorstellen.



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