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Projekt

Der Himmel ist die Grenze

Von Christoph Seemann, 04.08.10, 18:07h

Im Rahmen eines Hip-Hop Projekts in der Offenen Tür Lucky's Haus erhielten Jugendliche die Chance, bei einem Videodreh des Rappers Kool Savas mitzuwirken. Dabei wurden den Jugendlichen viele Freiheiten gelassen.

Tonstudio
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Die Jugendlichen hatten neben dem Videodreh auch die Möglichkeit, eigene Songpassagen im Tonstudio aufzunehmen. (Bild: Seemann)
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Die Jugendlichen hatten neben dem Videodreh auch die Möglichkeit, eigene Songpassagen im Tonstudio aufzunehmen. (Bild: Seemann)
Heimersdorf - Die Jugendlichen auf eine Art ansprechen und motivieren, die von ihnen anerkannt wird: Das war der Leitgedanke des Hip-Hop-Projektes im Rahmen eines Musikvideo-Drehs des Berliner Rappers Kool Savas, das nun in der Offenen Tür Lucky's Haus stattfand. Dieser bastelt zurzeit am Clip zu seinem neuen Song „Sky's The Limit“ (Der Himmel ist die Grenze), und bundesweit waren Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren, vor allem solche aus schwierigen sozialen Verhältnissen und mit Migrationshintergrund, dazu aufgerufen worden, ihre Ideen zu präsentieren.

Dabei wurden den Jugendlichen viele Freiheiten gelassen. Denn einerseits sollten Technikbegeisterte angesprochen werden, die zum Charakter des Songs passende Teile des Videos drehen sollten.

Dritte Strophe fehlt

Andererseits durften aber auch die Rapper und Sänger ihr Können beweisen, denn auch eine dritte Strophe des Liedes fehlt noch. Kool Savas hatte das Lied exklusiv für das Media College der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung geschrieben; das College ist Teil der europaweiten sozialen Initiative „Think Big“ eines Mobilfunkanbieters. „Sky's the Limit“ handelt davon, dass alles erreicht werden kann, wenn man nur an sich glaubt, wie etwa folgende Textzeile zeigt: „Sky's the limit / Du bist ein Wolkenkratzer mit dem Herz eines Gewinners / ich weiß es.“

In zahlreichen deutschen Städten fabrizierten Jugendliche fleißig Beats und schicke Bilder, denn als Belohnung winkt für die 80 besten Teilnehmer im Herbst ein Workshop, bei dem auch Kool Savas anwesend sein wird. In Köln war Lucky's Haus die Anlaufstelle für die Jugendlichen. Unter professioneller Anleitung von Medienexperten konnten sie Tonspuren aufnehmen und mixen, kleine Szenen drehen und sofort online stellen, damit Kool Savas die Möglichkeit hat, sich die Werke der Nachwuchskünstler gleich anzusehen.

„Die Arbeit der Jugendlichen ist von großem Respekt geprägt“, freute sich Christian Schons, einer der Organisatoren des Projekts und Veranstalter verschiedener gemeinnütziger Hip-Hop-Events: „Alle sind sehr motiviert, die Stärkeren helfen den Schwächeren. Savas ist für viele ein Idol, das spornt an. Die Jugendlichen erlangen hier Medienkompetenzen, können in ein weites Berufsfeld hineinschnuppern und lernen, zusammen zu arbeiten.“ Das fand auch Teilnehmer Deniz: „Savas ist toll, er hat einen guten Flow“, erläuterte der 15-Jährige in Anspielung auf den besonders flüssigen Sprechgesang. „Und mir gefällt, dass er erzählt, dass man alles erreichen kann. Ich kämpfe auch dafür zu schaffen, was ich mir vornehme, und bei diesem Projekt konnte ich meine Ideen einfließen lassen.“



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