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Museum Ludwig

Knalleffekt beim Kunstgenuss

Von Kathy Stolzenbach, 04.08.10, 18:22h, aktualisiert 04.08.10, 18:38h

Zu Ehren Roy Lichtensteins gestalteten Studierende das Museumsfoyer im Museum Ludwig mit knisternder Verpackungsfolie um. Die Struktur der Folie soll an die berühmten Raster in den Bildern des Künstlers erinnern.

Museumsfoyer
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Mit Verpackungsfolie gestalten Studierende das Museumsfoyer um und laden Besucher der Museumsnacht - analog zu Lichtensteins Bilder - zu spielerischen „Explosionen“. (Bild: Max Grönert)
Museumsfoyer
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Mit Verpackungsfolie gestalten Studierende das Museumsfoyer um und laden Besucher der Museumsnacht - analog zu Lichtensteins Bilder - zu spielerischen „Explosionen“. (Bild: Max Grönert)
Köln - Normalerweise ist sie nur hinter den Kulissen eines Museums zu finden - als Verpackungsmaterial für Kunstwerke. Am heutigen „Langen Donnerstag“ bildet Luftpolsterfolie das zentrale Element der temporären Foyergestaltung im Museum Ludwig. Denn die Struktur der Folie erinnert - passend zur aktuellen Ausstellung „Roy Lichtenstein - Kunst als Motiv“ - an die berühmten Raster in den Bildern des Künstlers. Studierende der Köln International School of Design (KISD) haben Sitzgelegenheiten aus Bierkästen und Holzpaletten geschaffen, die mit Luftpolsterfolie („bubble wrap“) umhüllt und von Lichterketten beleuchtet sind.

Programmheft mit „Pop“

„Das kennen die meisten sicher aus ihrer Kindheit, welche Faszination vom Knalleffekt der Folie ausgeht“, sagt Designstudentin Julia Währisch. Im Gestaltungskonzept der KISD dürfen die Museumsbesucher die Folie daher anfassen und Geräusche mit ihr erzeugen: Jeder bekommt ein Programmheft, in das ein Stück Folie eingelegt wird. Eine Wand-Projektion von Explosionen, inspiriert durch das „Pop“-Geräusch, spannt einen Bogen zu Lichtensteins Werk „Explosion No. 1“, das im Eingangsbereich des Museums hängt.

Im Rahmen der „kunst:dialoge“, einem Kunstvermittlungsprojekt für junge Menschen, führen Studierende der Kunstgeschichte durch die Lichtenstein-Ausstellung. Musikalisch untermalt werden die Werke des Pop-Art-Künstlers von sechs Studenten der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Sie improvisieren in den Ausstellungsräumen mit Elementen des Jazz, der Popmusik und der New Yorker Schule der 50er und 60er Jahre. Lichtenstein selbst war ein bekennender Jazzliebhaber.

„Kunstvermittlung, Design und Musik aus studentischer Hand“ - unter diesem Motto wird das Museum lebendig, wie Projektleiterin Paola Malavassi erläutert. Jeder der 35 mitwirkenden Studenten trägt an diesem Abend ein typisches Accessoire wie Krawatte, Armband oder Haarschleife - natürlich aus Luftpolsterfolie.

Der Eintritt in ständige Sammlungen aller städtischen Museen ist für Kölner am Donnerstag, 5. August, frei; es gibt Veranstaltungen und Führungen. Im Museum Ludwig bekommen alle Gäste ab 17 Uhr 50 Prozent Ermäßigung auch für die Sonderausstellungen. Um 19 Uhr beginnen die „kunst:dialoge“.



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