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Nahost

Obama dringt auf direkte Gespräche

Erstellt 31.07.10, 19:59h, aktualisiert 31.07.10, 20:10h

US-Präsident Barack Obama erhöht den Druck auf Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und fordert direkte Friedensverhandlungen mit Israel. Ein Mitglied des palästinensischen Revolutionsrates sagte, es gebe großen Druck auf die Palästinenser.

US-Präsident Barack Obama
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US-Präsident Barack Obama. (Bild: afp)
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US-Präsident Barack Obama. (Bild: afp)
JERUSALEM / LONDON - US-Präsident Barack Obama hat den Druck auf Palästinenserpräsident Mahmud Abbas erhöht, direkte Friedensverhandlungen mit Israel aufzunehmen. Das berichteten arabische Medien am Samstag. "Es ist Zeit, direkte Verhandlungen aufzunehmen", schreibt Obama in einem Brief an Abbas, den die Zeitung panarabische Zeitung "Al-Hayat" mit Sitz in London veröffentlichte. Abbas hatte bisher die Haltung vertreten, Israel müsse zunächst Fortschritte erkennen lassen, ehe es zu direkten Gesprächen kommen könne.

Die Vereinigten Staaten würden es nicht akzeptieren, wenn Abbas ihren Vorschlag, zu direkten Gespräche zu kommen, ablehne. Eine solche Ablehnung würde Konsequenzen nach sich ziehen. Das Vertrauen in Abbas und die Palästinenser wäre erschüttert, was Auswirkungen auf die amerikanisch-palästinensischen Beziehungen haben könne, heißt es in dem Brief weiter.

Obama wolle sich auch nur dann weiter für einen eigenen Palästinenserstaat einsetzen, wenn es zu direkten Friedensgesprächen komme. Ein Umweg über die Vereinten Nationen sei für die USA keine Alternative. Bisher reden die Konfliktparteien nur über den US-Nahost-Sondergesandten George Mitchell miteinander. Israel hat angekündigt, es sei sofort zu direkten Gesprächen bereit.

Ein Mitglied des palästinensischen Revolutionsrates sagte, es gebe großen Druck auf die Palästinenser, direkte Verhandlungen zu führen. Es gebe sogar Drohungen, die Palästinenser "zu isolieren und die Beziehungen zu kappen", sagte er. Die israelische Zeitung "Haaretz" berichtete, das Weiße Haus habe dies dementiert. (dpa)



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