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Pakistan

Cholera-Epidemie im Flutgebiet

Erstellt 04.08.10, 08:11h, aktualisiert 04.08.10, 08:22h

Von der Unwetterkatastrophe in Pakistan sind nach Rotkreuz-Angaben mehr als drei Millionen Menschen betroffen. In den überfluteten Gebieten ist inzwischen die Cholera ausgebrochen.

Flutkatastrophe in Pakistan
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Mehr als 1000 Menschen sind bereits durch die Fluten ums Leben gekommen. (Bild: dpa)
Flutkatastrophe in Pakistan
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Mehr als 1000 Menschen sind bereits durch die Fluten ums Leben gekommen. (Bild: dpa)
PESHAWAR - Der Leiter des DRK-Büros in Islamabad, Dirk Kamm, sagte am Mittwoch im RBB-Inforadio, es seien unter den betroffenen Bewohnern der Region schon etliche Fälle der Krankheit registriert worden. Außerdem gebe es viele weitere Durchfallerkrankungen. Daher sei schnelle medizinische Hilfe dringend nötig, fügte Kamm hinzu. Von den Überschwemmungen im Nordwesten des Landes sind nach UN-Angaben mehr als drei Millionen Menschen betroffen, darunter 1,4 Millionen Kinder, von denen demnach bereits unzählige an lebensgefährlichem Durchfall erkrankt sind.

Nach Angaben der Verwaltung der schwer betroffenen Provinz Khyber Pakhtunkhwa starben bereits etwa 1500 Menschen in den Fluten. In den nördlichen Provinzen Pakistans gehe das Wasser inzwischen zurück, sagte Kamm. Das bedeute aber, dass es in den südlichen Provinzen zunehmend schwieriger werde: "Das Wasser fließt jetzt weiter südlich in Richtung der Provinz Sindh. Dort erwartet man die schlimmste Flutkatastrophe seit 33 Jahren." Im Endeffekt seien alle Provinzen Pakistans von den Fluten betroffen, "was natürlich bedeutet, dass die Anstrengungen, die wir zu leisten haben, wesentlich umfangreicher werden", erwartete der DRK-Vertreter.

Zahlreiche Hilfsorganisationen wie die Welthungerhilfe, CARE, UNICEF und die Diakonie Katastrophenhilfe riefen zu Spenden auf. Das UN-Kinderhilfswerk unterstützt in den Überschwemmungsgebieten unter anderem die Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser. Die Diakonie Katastrophenhilfe wollte Nahrungsmittel, Trinkwasser und Hygieneartikel verteilen. Das evangelische Hilfswerk stellte 50.000 Euro Nothilfe bereit. (afp)



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